Eintracht Frankfurt im Umbruch: Wer wird Bobic-Nachfolger?

Eintracht und Bobic lösen Vertrag zum Saisonende auf

00:42 Min. Verfügbar bis 15.04.2022


Eintracht beschäftigt sich mit Rangnick

Eintracht Frankfurt im Umbruch: Wer wird Bobic-Nachfolger?

Trainer weg, Sportdirektor weg, Sportvorstand weg – die Reihen lichten sich bei Eintracht Frankfurt. Noch geben sich alle verbliebenen Entscheidungsträger entspannt, aber vor allem die Nachfolge von Fredi Bobic als Sportvorstand muss dringend geklärt werden. Wer sind die Kandidaten?

Das ging fix: Nur ein paar Stunden, nachdem Eintracht Frankfurt die Vertragsauflösung mit Fredi Bobic zum Sommer bekanntgab, gab Hertha BSC die Verpflichtung Bobics als neuem Geschäftsführer bekannt. Bei allem Hin- und Her: Der Weg ist jetzt frei für die Verhandlungen mit einem Nachfolger. Wer steht auf der Liste und wie ist der Stand?

Ralf Rangnick

Nationaltrainer, Schalke 04, AC Mailand, Borussia Mönchengladbach – Seit seinem Ausscheiden bei RB Leipzig ist Ralf Rangnicks Name schon vielerorts genannt worden. Nun also auch bei Eintracht Frankfurt. Am heutigen Donnerstag soll es ein erstes Gespräch zwischen den Eintracht-Verantwortlichen und Rangnick geben.

Rangnick könnte sowohl die Trainer als auch die Sportvorstands-Position übernehmen. Das wären im aktuellen Frankfurter Durcheinander möglicherweise die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe. Andererseits könnte die Doppelfunktion aber auch das Problem darstellen. Denn Rangnick wird ein gewisser Allmachts-Anspruch nachgesagt, er gilt eher als Alleinherrscher denn als Teamplayer. Auch deshalb sind nicht alle im Klub ein Fan von der Idee. Nach hr-Informationen ist Rangnick nicht der Top-Kandidat.

Markus Krösche

Seit knapp zwei Jahren arbeitet Markus Krösche nun bei RB Leipzig, bei der Energy-Drink-Dependance im Osten folgte er 2019 auf Ralf Rangnick. Dass Krösche zuletzt auch bei Schalke 04 gehandelt wurde und sein Name nun bei Eintracht Frankfurt fällt, liegt einerseits an seiner Kompetenz, die er jahrelang beim SC Paderborn und nun in Leipzig unter Beweis stellte. Andererseits daran, dass das Verhältnis zu RB-Boss Oliver Minztlaff nicht als das Beste und Krösche einer Luftveränderung als nicht abgeneigt gilt.

Eine Chance für die Eintracht? Sport1 berichtete Ende März, dass die Hessen Krösche auf dem Zettel hätten. Krösche seinerseits sagte zu den Gerüchten: "Ich konzentriere mich voll auf Leipzig", vermied aber ein klares Bekenntnis und fügte an: "Wir werden zeitnah Gespräche führen, wie die Zukunft aussieht." Vielleicht liegt diese ja in Frankfurt.

Christoph Spycher

Christoph Spycher

Es wäre eine sehr charmante Lösung gewesen: Christoph Spycher, der ehemalige Eintracht-Kapitän, kehrt zu seinem deutschen Herzensklub zurück – diesmal in die Führungsetage und nicht auf den Platz. Allein: Spycher, Sportchef der Young Boys Bern, beendete die Spekulationen um seine Person kurzerhand selbst, indem er sich öffentlich zu YB und seinem Vertrag bekannte. Und dieses Bekenntnis allem Anschein nach auch mit Leben füllen will. Gibt es also auch noch.

Vollends erkaltet scheint die Spur in die Schweiz aber nicht zu sein. Spychers Vertrag läuft 2022 aus, nach vier Schweizer Meisterschaften in Folge könnte Spycher bereit für den nächsten Schritt sein. Der läge naturgemäß in einer größeren Liga. Gut möglich also, dass man Spycher bei der Eintracht nicht aus dem Auge verloren hat und dessen letztes Berner Vertragsjahr mit einer Zwischenlösung überbrückt. Etwa Gelson Fernandes, der den bestens vernetzten Ben Manga in den sportlichen Belangen unterstützt, bis daraus 2022 eine Schweizer Doppelspitze wird?

Hendrik Almstadt

Der 48 Jahre alte Deutsche, derzeit Assistent der Geschäftsführung beim AC Mailand, wäre die berühmte Out-of-the-Box-Lösung gewesen. Almstadt, zuvor schon bei Aston Villa und Arsenal angestellt, kennt Eintracht-Aufsichtsratsboss Philipp Holzer aus gemeinsamen Zeiten bei Goldman Sachs. Bereits im März gab es Medienberichte, die von einer heißen Frankfurter Spur nach Mailand schrieben. Nach hr-Informationen gab es seitens der Eintracht zu Almstadt jedoch keinen Kontakt.

Igli Tare

Die Frankfurter Rundschau bringt am Donnerstag auch den Namen Igli Tare ins Gespräch. Der Albaner, der unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga spielte, ist aktuell Sportdirektor bei Lazio Rom. Sein Interesse an einem Engagement in der Bundesliga ist verbrieft, inwieweit er in das Frankfurter Anforderungsprofil passt, ist jedoch schwer einzuschätzen.

HR | Stand: 15.04.2021, 10:07

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