Eintracht Frankfurt gegen Köln: Kontrolle, Doppelspitze, Lockerheit

Glasner: "Dürfen nicht verkrampfen"

02:22 Min. Verfügbar bis 23.09.2022


Gelingt der erste Eintracht-Sieg?

Eintracht Frankfurt gegen Köln: Kontrolle, Doppelspitze, Lockerheit

Eintracht Frankfurt wartet unter Oliver Glasner weiter auf einen Sieg. Am Samstag soll es gegen Köln endlich klappen. Wäre da nur nicht das Thema fehlende Lockerheit.

Es gibt Sätze, da klingt Oliver Glasner wie sein Vorgänger im Stadtwald. Und das hat freilich nichts mit dem Akzent zu tun. Wenn der aktuelle Trainer von Eintracht Frankfurt auf der Pressekonferenz vor dem Spiel nicht all zu viel über die Vorgehensweise am Spieltag selbst verraten möchte, klingt er wie der alte Trainer, Adi Hütter, und sagt: "Da will ich mir noch nicht in die Karten schauen lassen." Vor dem Spiel gegen den formstarken 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) gewährt Glasner dann aber doch einen kleinen Blick in seinen Plan.

Der sieht als wichtigste Komponente eines vor: Lockerheit. Klar, die Eintracht hat noch keinen Sieg in dieser Bundesliga-Saison eingefahren. Auch klar, der aktuelle Platz 15 ist weit weg vom eigenen Anspruch. Sieg-Druck gibt es gegen die Rheinländer aus Sicht von Glasner aber dennoch nicht.

"Wir treffen oft falsche Entscheidungen"

"Ein Müssen gibt es nicht im Sport. Wir dürfen nicht verkrampfen, das habe ich auch den Spielern gesagt", erklärte der Österreicher vor der Partie. Es würde auch nicht helfen, das weiß auch Glasner, der genau erkannt hat, wo es noch hakt im Frankfurter Spiel. "Uns fehlt in der Offensive die Lockerheit. Wir treffen oft falsche Entscheidungen." Genau dieser Umstand führt dazu, dass die Hessen bislang nur fünf Tore in der Bundesliga-Saison erzielt haben.

Glasners Plan für das Auftreten hat aber auch den Gegner im Blick. Köln spielt unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart einen rasanten, rastlosen Offensiv-Fußball. Eine Gangart, auf die der Eintracht-Coach so gar keine Lust hat. "Das wird ein Schlagabtausch. Wir wollen das Spiel aber kontrollieren", betont er. Bloß kein offenes Visier am Samstag im Stadtwald - da hätte der Gegner Vorteile.

Doppelspitze ist eine Option

Denn auch Glasner weiß: "Das Spiel gegen Köln wird sicher sehr, sehr intensiv." Die Frage ist: Wie hält man da aus hessischer Sicht dagegen? Mit eigener Wucht? Mit eigener Offensiv-Lust? Beides würde den Frankfurtern die Option Doppelspitze bieten.

Sam Lammers und Rafael Borré standen zwar schon gegen Wolfsburg gemeinsam in der Startelf, Lammers agierte in der Spitze aber alleine, Borré wich auf den Flügel aus. Im Training ließ Glasner nun jedoch beide Seite an Seite agieren und erklärte mit Blick auf Samstag vielsagend: "Die Option Doppelspitze gibt es natürlich."

Facette Ungeduld bei Glasner nicht vorhanden

Sie könnte gleichzeitig auch das Tore-Problem der Frankfurter lösen und den dringend gebrauchten ersten Sieg unter Glasner bringen. Auch wenn der sagt, dass er "die Facette Ungeduld" nicht habe, könnte das manch einer im Stadtwald anders sehen. Ein Sieg ist langsam aber sicher angesagt bei der Eintracht. Auch das, die drei Punkte, sollten daher am Samstag auf Glasners Plan stehen.

Die mögliche Aufstellung der Eintracht gegen Köln

HR | Stand: 23.09.2021, 19:48

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