Darmstadt 98: Corona beschert Lilien Zweitliga-Fehlstart

Spielbericht: Darmstadt in Karlsruhe ohne Chance 09:46 Min. Verfügbar bis 04.08.2022

Kein Punkt, kein Tor

Darmstadt 98: Corona beschert Lilien Zweitliga-Fehlstart

Sieben Spieler fielen mit Corona aus, vier fuhren frisch aus der Quarantäne kommend der Mannschaft hinterher: Darmstadt 98 hatte rund um die Niederlage in Karlsruhe mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Trainer Lieberknecht versucht, trotzdem positiv zu bleiben.

Null Punkte und 0:5 Tore - das ist die ernüchternde Bilanz von Darmstadt 98 nach den ersten beiden Spieltagen der neuen Zweitliga-Saison. Maßgeblichen Anteil am Fehlstart haben die zahlreichen Corona-Ausfälle des Vereins.

Vier Spieler reisen mit dem Auto hinterher

Erich Berko, Mathias Honsak, Tim Skarke, Tobias Kempe, Patric Pfeiffer, Frank Ronstadt und Braydon Manu sind nach positiven Tests in Isolation. Zwar bekam Torsten Lieberknecht zum Spiel in Karlsruhe (0:3) seine Ersatzbank voll, aber: "Ich habe heute gelesen: 'Mit den drei Jungs aus der Quarantäne hat sich die Personallage entspannt.' Da musste ich schmunzeln", sagte der Trainer nach dem Spiel. "Das sind Jungs, die haben am Morgen leicht angeschwitzt und beim Warmmachen das erste Mal den Ball am Fuß gehabt."

Denn die angesprochenen Spieler Marcel Schuhen, Ensar Arslan und Demanja Celic hatten bis kurz vor dem Spiel als Kontaktpersonen der bereits letzte Woche positiv getesteten Pfeiffer, Ronstadt und Manu in Quarantäne gesessen. Die hatte auch Luca Pfeiffer erst kurzfristig verlassen dürfen. "Da fahren vier Jungs mit dem Auto hinterher und dürfen nicht in der Kabine sein", beschrieb Lieberknecht die kuriose Situation vor Anpfiff in Karlsruhe.

Tietz im doppelten Pech

Dennoch hielt die Darmstädter Rumpftruppe beim KSC gut mit. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Phillip Tietz zwei Mal den Ausgleich auf dem Fuß und scheiterte zunächst an Gäste-Keeper Marius Gersbeck und dann am VAR, der richtigerweise auf Abseits erkannte. "Wir hätten das Spiel anders gestalten können, wenn wir das Quäntchen Glück gehabt hätten", so sein Trainer. Erst mit dem Doppelschlag der Gastgeber rund eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel gelaufen.

"Das Ergebnis fällt zu hoch aus für das, was wir gezeigt haben. Karlsruhe war keine drei Tore besser als wir", analysierte Lilien-Kapitän Fabian Holland. "Wir hätten uns aber schon gewünscht, in der einen oder anderen Situation noch mutiger und zielstrebiger nach vorne zu spielen."

Lieberknecht will positiv bleiben

Sein Trainer möchte aber nicht zulassen, dass sein Team in Selbstmitleid verfällt. "Mein Respekt vor der Mannschaft könnte nicht größer sein", lobte er und kündigte an, trotz des schlechten Saisonstarts nicht zu verzweifeln: "Entscheidend ist, dass wir versuchen, positiv zu bleiben."

HR | Stand: 02.08.2021, 00:04

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