Nach dem Tod von Rosi Mittermaier Felix Neureuther - "Eine schwere Zeit für uns als Familie"

Stand: 13.01.2023 13:07 Uhr

Nach dem Tod seiner Mutter Rosi Mittermaier ist Felix Neureuther in Wengen wieder als TV-Experte für die ARD tätig. "Felix, fahr nach Wengen", habe seine Mama zu ihm gesagt, und die Familie aufgefordert, nach dem Verlust weiterzumachen.

Von BR24 Sport

Mit emotionalen Worten wendete sich Felix Neureuther vor dem Rennen an die ARD-Zuschauer: "Ich glaube, jeder hat mitbekommen was wir momentan durchleben. Eine sehr schwere Zeit für uns als Familie, aber es war ganz explizit der Wunsch von der Mama und wir hatten das Glück, dass sie uns das vorher noch sagen konnte, wie wir weitermachen müssen. Und sie hat gesagt: 'Felix, fahr nach Wengen. Genieß es hier in dieser tollen Kulisse zu sein.' Und das ist es auch: Es ist ein Kraftort."

Gerade Wengen sei für die Familie Neureuther ein "ganz spezieller Ort": "Die Mama hat in Grindelwald gewonnen und der Papa durfte hier den Slalom zweimal gewinnen. Ich bin auch ab und zu gar nicht so schlecht hier gefahren und das gibt einem unheimlich viel. Auch weil man von dieser Ski-Familie, die es ja auch wirklich ist, so toll aufgenommen wird. Es muss auch bei uns Zuhause ein Stück weit Normalität einkehren, das ist ganz wichtig für unseren Prozess in der tiefen Trauer."

"Im Sinne der Mama"

Das Sportliche steht in Wengen im Vordergrund, das schätzt Neureuther: "Hier wird seriöser Sport betrieben, hier ist nicht dieses Halli-Galli wie an anderen Orten, die jetzt die nächsten Wochen kommen. Deswegen ist es gut hier zu sein und auch absolut im Sinne der Mama und es soll um das Sportliche gehen. Das ist ganz, ganz wichtig - das probieren wir jetzt hiermit auch zu machen."

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Dankbarkeit für die Anteilnahme

Weiter sagte Neureuther: "Die Anteilnahme - wirklich vielen, vielen Dank dafür. Es ist unfassbar wie viele Briefe geschrieben werden, es ist was Tolles, was auch sehr dankbar macht. Es zeigt auch, dass die Mama viele Dinge richtig gemacht hat. Aber wie gesagt, sie wollte nie im Mittelpunkt stehen."