BR-Sport EHC-Manager Winkler will Pokal "nächstes Jahr wieder in München"

Stand: 09.05.2022 09:48 Uhr

EHC München-Manager Christian Winkler hat die vergangene Saison in der Pandemiezeit "zahlreiche schaflose Nächte" beschert. Sportlich sprang zwar immerhin die Vizemeisterschaft heraus. Aber auch diesbezüglich hofft Winkler auf Besserung.

Von Robert Müller

Seit dem Meister-Hattrick von 2016 bis 2018 warten die Münchner nun schon auf einen Titelgewinn. In der Finalserie sind sie gerade erst an den Eisbären Berlin gescheitert. Nach Platz zwei als Saisonergebnis plant der Klub bereits den erneuten Titelangriff für die kommende Saison.

"Nächstes Jahr muss es unbedingt wieder sein, dass der Pokal wieder nach München geht", so lautet die deutliche Ansage des EHC Managers.

Winkler: viele schlaflose Nächte in der Coronazeit

Damit das klappt, hofft Winkler zuerst auf eine einfachere Saison als zuletzt. Die vergangene Spielzeit mit den großen Corona-Widrigkeiten waren "nicht immer einfach, die schlaflosen Nächte waren schon viel". Am kräftezehrendsten sei gewesen, "dass wir geglaubt hatten, in eine normale Saison zu starten". Schließlich waren laut Winkler ja "alle geimpft". Der EHC habe auch sportlich "gut losgelegt".

Eisbären Berlin - EHC Red Bull München

"Alle haben an einem Strang gezogen"

Dann aber "waren auf einmal waren 23 Spieler an Corona erkrankt und die Hallen wurden für die Zuschauer wieder geschlossen". Dabei sind "in unserer Sportart die Zuschauer ein großes Kaliber", betonte der Manager. Dementsprechend mussten die Vereine wirtschaften. Dem EHC habe auch "ein stabiles Umfeld geholfen". Alle hätten "an einem Strang gezogen", sagt Winkler und ergänzt: "Nach dem zweiten Mal in Quarantäne haben wir uns eingeschworen und unser bestes Eishockey gespielt."

Weltmeisterschaft: Halbfinale und vielleicht eine Medaille

Jetzt folgt fast direkt nach dem Saisonende die Weltmeisterschaft. "Ich traue den Jungs viel zu", sagte Winkler. Richtung Halbfinale zu spielen und vielleicht sogar eine Medaille zu gewinnen, sollte drin sein. Schließlich sei das Team gespickt mit einigen NHL-Spielern und habe eine dementsprechende Qualität.

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm

Bundestrainer Söderholm - ein guter alter Bekannte beim EHC

Gecoacht wird die Mannschaft von einem guten Bekannten Winkler. Der heutige Bundestrainer Toni Söderholm hat früher beim EHC München gespielt. Der EHC-Manager erinnert sich noch an dessen Karriereende. "Eigentlich war er sauer, dass er nicht mehr spielen soll. Kurz darauf kam er aber als 'Developpement-Coach' zurück und begann seine erfolgreiche Trainerkarriere", erzählt Winkler.

DEB-Präsident Reindl fast nicht zu ersetzen

Ihn berührt auch ein aktueller Abschied aus der Szene. "Eishockey-Deutschland hat Franz Reindl viel zu verdanken", sagte er zum DEB-Präsidenten, der am Wochenende sein Amt niedergelegt hatte. "Ihn zu ersetzen, dafür wird es viele Hände brauchen", sagt Winkler. Doch er wünscht dem Nachfolger gutes Gelingen.

Quelle: Blickpunkt Sport 08.05.2022 - 21:55 Uhr