Tour de France: Zeitfahrsieger Pogacar knapp an Gelb vorbei

5. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 30.06.2021 05:00 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

108. Frankreich-Rundfahrt

Tour de France: Zeitfahrsieger Pogacar knapp an Gelb vorbei

Titelverteidiger Tadej Pogacar demonstrierte im ersten Kräftemessen der Favoriten seine Stärke, Tony Martin hingegen gönnte sich im Nieselregen von Laval einen "halben Ruhetag".

Der Slowene Pogacar gewann am Mittwoch (30.06.2021) das erste Einzelzeitfahren der 108. Tour de France überlegen und schrammte um nur acht Sekunden am Gelben Trikot vorbei. Das verteidigte der Niederländer Mathieu van der Poel etwas überraschend, während Sieganwärter wie Julian Alaphilippe und Primoz Roglic eine Schlappe hinnehmen mussten.

Tadej Pogacar beim Zeitfahren bei der Tour de France

Tadej Pogacar beim Zeitfahren bei der Tour de France

"Ich bin dem Gelben Trikot sehr nah gekommen. Es wäre schön gewesen, es zu holen. Das ist immer der Traum. Aber viel besser hätte es heute nicht laufen können", sagte der erst 22 Jahre alte Ausnahmekönner nach seiner Machtdemonstration mit dem Wahnsinns-Tempomittel von 51 Stundenkilometer in Laval.

Roglic verliert 44 Sekunden

In der hügeligen Landschaft östlich von Rennes legte Pogacar ein phänomenales Zeitfahren hin, verwies nach 27,2 Kilometern den Schweizer Europameister Stefan Küng und den Dänen Jonas Vingegaard auf die Plätze zwei und drei. Der Vorjahreszweite Roglic war 44 Sekunden langsamer als Pogacar und nimmt bereits eine gewaltige Hypothek mit in die am Samstag beginnenden Bergetappen.

Mathieu van der Poel: "Wir haben bis Mitternacht am Fahrrad gebastelt" Sportschau 30.06.2021 01:42 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Dort will dann auch Emanuel Buchmann glänzen, zu dessen Stärken der Kampf gegen die Uhr nicht gehört. "Ich bin soweit zufrieden. Ich bin jetzt nicht gerade 110 Prozent gefahren und wollte nicht zu viel Zeit verlieren, das ist mir gelungen", sagte Buchmann, der 2:28 Minuten langsamer als Pogacar war, der ARD.

5. Etappe - die Stimmen Sportschau 30.06.2021 05:39 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Pogacar hatte die gesamte Konkurrenz schon bei der ersten Zwischenzeit geschockt und seinen Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Die Konkurrenz muss ihn nun in den Bergen attackieren.

"Stürze haben viel Energie gezogen"

Der wellige Kurs war eigentlich auch perfekt für Tony Martin, doch der viermalige Zeitfahr-Weltmeister ließ es nach den Stürzen auf den ersten Etappen ruhig angehen und fuhr im Energiesparmodus. "Ich habe in den letzten beiden Tagen gemerkt, dass es mir nicht zu 100 Prozent gutgeht. Die Stürze haben viel Energie gezogen", erklärte Martin. Er habe vorgezogen, einen "halben Ruhetag einzulegen, damit die Wunden eine Chance haben zu heilen und mich auch mental zu nullen".

5. Etappe - die komplette Übertragung Sportschau 30.06.2021 04:38:33 Std. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Bester Deutscher wurde Max Walscheid auf Platz 28. Für Martin spielte der 82. Platz am Ende überhaupt keine Rolle. Bereits am Donnerstag wird sich der 36-Jährige wieder voll in den Dienst von Roglic stellen. Der Slowene ist im Gegensatz zu Martin nicht so glimpflich durch die Stürze gekommen und am ganzen Körper großflächig bandagiert. Das Zeitfahren von Roglic lässt darauf schließen, dass er nicht bei 100 Prozent ist.

5. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 30.06.2021 07:02 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Jetzt wieder Zeit für die Sprinter

Am Donnerstag schlägt wieder die Stunde der Sprinter. Alles andere als ein Massensprint in Chateauroux wäre eine Überraschung, zumal auf der Strecke gerade mal eine kleine Bergwertung zu bewältigen ist. Mark Cavendish wird auf einen weiteren Erfolg spekulieren. Der Brite feierte in Chateauroux 2008 seinen ersten Etappensieg bei der Tour, weitere 30 folgten.

sid/dpa/red | Stand: 30.06.2021, 18:52

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