4. Etappe der Tour de France Van Aert siegt nach überraschender Attacke

Stand: 05.07.2022 19:41 Uhr

Der belgische Klassiker-Star Wout van Aert hat die 4. Etappe der 109. Tour de France gewonnen. Elf Kilometer vor dem Ziel setzte sein Team Jumbo-Visma eine brutale Attacke an der knapp einen Kilometer langen Cote du Cap Blanc-Nez. Das Team mit den Favoriten Primoz Roglic und Jonas Vingegaard fuhr das gesamte Feld auseinander, auch Titelverteidiger Tadej Pogacar hatte zunächst Probleme.

Van Aert ging im Gelben Trikot des Klassementführenden als Erster über die Kuppe und raste allein in Richtung Ziel. Dahinter fuhr das Feld nach einer kurzen unübersichtlichen Phase wieder zusammen.

Sportschau Tourfunk, 05.07.2022 19:17 Uhr

Jasper Philipsen jubelt über vermeintlichen Sieg

"Wir hatten mit der Mannschaft etwas vor. Wir waren in einer perfekten Position. Das war schon hart. Wir haben gehört, dass wir einigen Schaden angerichtet haben. Dann bin ich alleine durchgefahren", sagte van Aert.

4. Etappe - die komplette Übertragung

Sportschau, 05.07.2022 14:34 Uhr

Dessen Landsmann Jasper Philipsen gewann als Zweiter den Sprint des Feldes und jubelte, weil er zunächst dachte, er hätte die Etappe gewonnen. Schließlich wurde er vom drittplatzierten Christophe Laporte aufgeklärt.

Cort reißt wieder aus

Van Aert hatte bei den drei Etappen in Dänemark jeweils knapp geschlagen Platz zwei belegt. Die vierte Etappe führte die Fahrer über 171,50 Kilometer von Dünkirchen nach Calais, es war der erste Abschnitt in Frankreich.

Begonnen hatte die Etappe wie die vorherigen: Bergtrikot-Träger Magnus Cort riss aus, diesmal mit dem Franzosen Anthony Perez, dahinter langweilte sich das Feld bis zur Attacke von van Aert.

Sehen Sie hier die Zusammenfassung der vierten Etappe der Tour de France.

Sehen Sie hier die Siegerehrung nach der vierten Etappe der Tour de France.

Jetzt steht Kopfsteinpflaster an

Die fünfte Etappe am Mittwoch führt auf dem Weg von Lille nach Arenberg über elf Kopfsteinpflastersektoren. Insgesamt sind 19,4 Kilometer auf dem holprigen Untergrund zu bewältigen, der normalerweise dem Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix vorbehalten ist.

Im Vergleich zur bisher letzten Kopfsteinpflasteretappe 2018 sind es weniger Sektoren, diese sind dafür länger. Die deutschen Fahrer Nils Politt und John Degenkolb rechnen sich Chancen aus - aber auch für Alleskönner van Aert scheint die Etappe wie gemalt.