Giro d'Italia - Buchmann muss nach Sturz aufgeben

Emanuel Buchmann nach seinem Sturz bei der 15. Etappe des Giro

Italien-Rundfahrt

Giro d'Italia - Buchmann muss nach Sturz aufgeben

Nach einem schweren Sturz hat die deutsche Rad-Hoffnung Emanuel Buchmann beim 104. Giro d'Italia aufgegeben.

Der 28-Jährige war am Sonntag (23.05.2021) drei Kilometer nach dem Start der 15. Etappe in einen Massensturz verwickelt und hatte dabei sichtbare Verletzungen im Gesicht erlitten. Das Rennen war nach dem Sturz gestoppt worden, Buchmanns Team Bora-hansgrohe vermeldete wenig später die Aufgabe des Kapitäns.

Leichte Gehirnerschütterung sowie mehrere Prellungen

Buchmann begab sich umgehend in ein Krankenhaus.Die ernüchternde Diagnose folgte am Sonntagabend. Buchmann habe "eine leichte Gehirnerschütterung sowie mehrere Prellungen im Gesicht und an der Hüfte davongetragen. Zudem hat er eine Wunde im Mund an der Innenseite der unteren Lippe", sagte Bora-Teamarzt Christopher Edler.

Die 15. Etappe, auf der die Rundfahrt einen Abstecher nach Slowenien machte, gewann Victor Campenaerts. Der belgische Zeitfahrspezialist setzte sich nach 147 Kilometern von Grado nach Gorizia im Sprint zweier Ausreißer vor dem Niederländer Oscar Riesebeek durch.

Der Buchholzer Nikias Arndt wurde Dritter. Top-Favorit Egan Bernal verteidigte das Rosa Trikot des Gesamtführenden problemlos und liegt 1:33 Minuten vor dem Briten Simon Yates. Buchmann hatte vor dem Teilstück aussichtsreich auf Platz sechs der Gesamtwertung gelegen und sich am Start optimistisch gezeigt.

Traum vom Podium geplatzt

"Die Form stimmt und ich freue mich auf die kommenden Bergetappen", sagte Buchmann. Wenig später war das Rennen für ihn beendet und damit auch der Traum, als erster Deutscher auf das Podium zu fahren.

Am Montag sind erneut die Klassementfahrer gefragt. Zwar steht in Cortina d'Ampezzo keine Bergankunft auf dem Programm, doch auf den 212 Kilometern der Königsetappe müssen drei Anstiege der ersten Kategorie sowie mit dem 2.239 Meter hohen Passo Pordoi der höchste Punkt des diesjährigen Giro bewältigt werden. Insgesamt weist die 16. Etappe 5.700 Höhenmeter auf.

Nizzolo steigt aus

Giacomo Nizzolo beim Giro d'Italia

Giacomo Nizzolo

Auch Europameister Giacomo Nizzolo ist nur zwei Tage nach seinem ersten Etappensieg beim Giro d'Italia vorzeitig aus der Italien-Rundfahrt ausgestiegen. Der Italiener traf die Entscheidung gemeinsam mit seinem Team Qhubeka vor der 15. Etappe, um sich "zu erholen und dann auf die kommenden Ziele zu konzentrieren". Das teilte der Radrennstall am Sonntag mit.

Der Sieg am Freitag im Massensprint auf Etappe 13 von Ravenna nach Verona sei "ein Traum, der wahr geworden ist", sagte Nizzolo: "Das werde ich für den Rest meines Lebens mit mir tragen. Ich habe den Giro mit Fokus auf die Sprints gestartet, aber die Anstiege haben ihren Tribut gefordert." Die Etappen zwei und fünf hatte der 32-Jährige bereits auf Rang zwei beendet.

dpa/sid | Stand: 23.05.2021, 14:35

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