Anna Schaffelhuber mit nächstem Gold-Coup

Super-G bei den Paralympics

Anna Schaffelhuber mit nächstem Gold-Coup

Das "Golden Girl" Anna Schaffelhuber hat wieder zugeschlagen. Auch im Super-G der sitzenden Starterinnen war sie die Schnellste und sicherte sich damit das zweite Gold im zweiten Rennen. Anna-Lena Forster fuhr hingegen knapp am Treppchen vorbei.

Nach dem Sieg gestern in der Abfahrt fuhr Anna Schaffelhuber heute befreit auf und hatte nichts zu verlieren. Das spiegelte sich in einem mutigem und fehlerfreien Lauf wieder. Mit 01:34,76 Minuten war die 25-Jährige Schnellste im Ziel und verwies damit ihre ärgste Konkurrentin Claudia Lösch (Österreich) auf den zweiten Platz (+0,95 Sekunden). Dritte wurde Momoka Muraoka aus Japan (+1,34 Sekunden).

Anna Schaffelhuber sammelt weiter Gold

Sportschau | 11.03.2018 | 01:42 Min.

Ihren Lauf schätzte die zweifache Goldmedaillengewinnerin von Pyeongchang im ZDF wie folgt ein: "Es war auf jeden Fall wieder sehr schwierig. Ich habe bereits von oben einige Passagen mit Schlägen gesehen. Da habe ich versucht, das clever zu fahren. Alles in allem glaube ich, dass ich einige Passagen sehr passabel erwischt habe. Ich wusste, ich brauche jedes Zehntel."

Damit hat Schaffelhuber übergreifend die letzten sieben paralympischen Rennen im Ski alpin für sich entschieden. Bei der Flower Ceremony war sie sichtlich ergriffen und konnte ihre Leistung selbst kaum fassen.

"Es ist alles an Last von mir abgefallen. Meine fünf Goldenen in Sotschi waren ein unglaublicher Erfolg. Ich hatte jetzt vier sehr schöne, aber auch sehr anstrengende Jahre. Es war die ganze Zeit mein Traum, bei den nächsten Spielen noch eine Goldene zu holen. Ich wollte zeigen, dass ich noch mal nach ganz oben fahren kann. Wie viel Druck nach dem ersten Rennen von mir abgefallen ist, das kann sich wirklich kein Mensch vorstellen. Man weiß einfach, dass um einen herum jeder erwartet, dass man wieder Gold holt. Dann war der Druck plötzlich weg und heute noch als Zugabe das zweite Gold. Das ist mehr, als ich mir vorher ausgerechnet habe. Ich bin momentan so gelöst, wie ich es jetzt einige Jahre nicht war. Ich freue mich einfach auf die nächsten Tage, auch wenn die nächsten zwei Rennen für mich die schwierigsten werden. Es gibt eine sehr starke Konkurrenz beim Slalom. Aber ich habe meine Medaille gemacht, kann völlig befreit auffahren und alles riskieren. Ich habe nichts mehr zu verlieren."
Anna Schaffelhuber im Interview mit Moritz Cassalette.

Anna-Lena Forster zufrieden mit ihrer Leistung

Für die zweite deutsche Starterin Anna-Lena Forster lief es im zweiten Wettbewerb nicht so gut. In der gestrigen Abfahrt lag die 22-Jährige noch auf Goldkurs, bevor sie kurz vor dem Ziel ausschied. Im Super-G war Forster nicht so schnell unterwegs und landete mit einer Zeit von 01:36,26 Minuten auf dem vierten Platz. Damit war sie aber im Ziel zufrieden: "Ich weiß, dass der Super-G meine schlechteste Disziplin ist. Dafür bin ich zeitlich sehr nah dran. Das ist für mich super, auch für die Super-Kombination, die ja noch kommt. Da kann ich dann im Slalom alles rausholen", sagte sie nach dem Rennen dem ZDF.

jbr | Stand: 11.03.2018, 03:13

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