Andrea Rothfuss gewinnt drittes Silber

Andrea Rothfuss

Ski Alpin bei den Paralympics

Andrea Rothfuss gewinnt drittes Silber

Andrea Rothfuss hat die dritte Silbermedaille im dritten Rennen geholt. In der Super-Kombination verhinderte ein Fahrfehler kurz vor dem Ziel ihre erste Goldmedaille in Pyeongchang.

Gleich im ersten Lauf bei den stehenden Starterinnen gab es eine große Überraschung: Die Favoritin Marie Bochet startete als Erste, stürzte kurz vor dem Ziel und schied somit aus. Wie schon in Sotschi 2014 (damals im Slalom) konnte die Rothfuss zunächst davon profitieren und fuhr im Super-G ganz nach vorne. Vor allem im Mittelteil war sie extrem gut unterwegs. Rothfuss lag nach dem ersten Lauf 0,97 Sekunden vor Mollie Jepsen (Kanada) und 1,22 Sekunden vor Alana Ramsay (Kanada)

Marie Bochet

Marie Bochet ging dieses Mal leer aus. Sie stürzte im ersten Lauf.

Kleiner Fehler im letzten Streckenabschnitt

Doch diesen Vorsprung konnte Rothfuss im Slalom nicht über die Ziellinie retten. Jepsen fuhr einen extrem starken zweiten Durchgang und fing die Deutsche noch ab. Dabei lag Freudenstädterin in der letzten Zwischenzeit noch vor der Kanadierin. Aber durch einen kleinen Fehler vor dem Ziel büßte sie den ersten Platz noch ein (+0,37 Sekunden). Bronze ging an Alana Ramsay aus Kanada (+3,38 Sekunden).

"Der Slalom lief bei mir überhaupt nicht rund, da waren viele Fehler drin. Das hätte sich auch nicht so gut angefühlt, damit Gold zu gewinnen. Herzlichen Glückwunsch an Mollie, die hat verdient Gold gewonnen", zeigte sich Rothfuss nach dem Rennen sportlich im ZDF.

Ristau: "Hätte mehr Gas geben können"

Im Rennen der Sehbeeinträchtigten startete die Deutsche Noemi Ristau zunächst ganz ordentlich im Super-G, sodass der Abstand der Führenden Henrieta Farkasova aus der Slowakei mit etwas mehr als zwei Sekunden vorerst noch überschaubar blieb. Erst im letzten Streckenabschnitt büßte sie viel Zeit ein. Mit 5,31 Sekunden Rückstand auf Farkasova und ca. 1,5 Sekunden auf Bronze (Millie Knight, Großbritannien) beendete sie den Super-G auf dem fünften Platz.

Noemi Ristau

Noemi Ristau und ihr Guide Lucien Gerkau konnten im zweiten Durchgang nicht mehr aufholen.

Auch im zweiten Durchgang konnte Ristau mit ihrem Guide Lucien Gerkau nicht bedeutend an Boden gutmachen und so blieb es beim fünften Platz. Gold ging erneut an Henrieta Farkasova vor der Britin Menna Fitzpatrick (+1,28 Sekunden) und Melissa Perne aus Australien (+3,10 Sekunden)

Vom 09. bis 18. März berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Paralympischen Spiele.

Stand: 13.03.2018, 08:57

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