Spannung beim Rollstuhlcurling - Sieg oder Niederlage?

Spannung beim Rollstuhlcurling - Sieg oder Niederlage?

Die 13. Session beim Rollstuhlcurling hat es in sich gehabt. Deutschland gegen die Schweiz: Das ist nicht nur ein Nachbarschaftsduell sondern auch ein besonderes Wiedersehen.

Koreanische Kinder mit Deutschland-Flaggen

Das Spiel Deutschland gegen die Schweiz hat noch nicht einmal angefangen, schon haben jede Menge Zuschauer Deutschland-Fähnchen in ihren Händen.

Das Spiel Deutschland gegen die Schweiz hat noch nicht einmal angefangen, schon haben jede Menge Zuschauer Deutschland-Fähnchen in ihren Händen.

Warum? Petra Schlitt, die deutsche Teammanagerin, begeistert die Kinder für das deutsche Team. Sie hat die Fähnchen verteilt.

Unterstützung kann nicht schaden. Gegen die Schweiz stehen die Chancen auf einen Sieg etwa bei 50:50.

Martin Schlitt und Harry Pavel sind voller Vorfreude. Letzterer wohnt direkt an der Grenze zur Schweiz und trainiert dort auch.

Eine Überraschung gibt es schon bevor es losgeht. Heike Melchior (3. v. l.) spielt nicht mit. Sie sitzt somit direkt neben ihrem Mann Stephan Pfister. Er ist der Trainer der Schweiz.

Harry Pavel im zweiten End. Wolf Meißner hält den Rollstuhl fest, damit er nicht wegrutscht. Es steht nach zwei Durchgängen 1:1.

Wolf Meißner und Harry Pavel klatschen sich ab. Der Sportpsychologe Dr. Christian Heiß hatte dem Team nach der Niederlage gegen Großbritannien empfohlen, besser als Team zusammenzustehen.

Doch die Schweiz um Beatrix Blauel-Thomann erwischt ein unglaublich gutes drittes End. Da schreiben sie vier Steine. Deutschland liegt auf einmal mit 1:5 hinten.

Martin Schlitt (re.) und seine Teamkollegen können es kaum fassen. Auch das dritte End geht mit 0:2 an die Schweizer.

Bange Blicke auch bei Christiane Putzich: Es wäre für ihre Mannschaft die vierte Niederlage in Folge.

Doch dann ein kurzes Aufatmen: Mit 3:0 sichert sich Deutschland das fünfte End. Der Zwischenstand aus deutscher Sicht lautet 4:7. Da geht doch noch etwas, oder?

Das sechste End geht wieder an die Eidgenossen. Das deutsche Team liegt mit 4:9 zurück. Ausführlich besprechen sich die deutschen Teilnehmer, wie sie nun vorgehen wollen.

Dann geben sie auf. Selbst die Schweizerin Claudia Hüttenmoser ist überrascht: "Wir hatten jetzt vier Spiele mit ganz kurzer Regenerationszeit. Wir konnten uns ein bisschen besser erholen. Das hat das letzte Stückchen Power ausgemacht."

Doch auch wenn das Halbfinale in die Ferne rückt, gibt es auf den Tribünen ja noch Petra Schlitt. Sie wird auch bei den Spielen gegen Kanada und Finnland ihren Farbstift und Deutschland-Fähnchen dabeihaben. Vom 09. bis 18. März berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Paralympics.

Stand: 14.03.2018, 11:19 Uhr

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