Keine Medaillen für deutsche Biathleten

Andres Eskau

Paralympics

Keine Medaillen für deutsche Biathleten

Die deutschen Biathleten um Andrea Eskau sind mit großen Hoffnungen in die Paralympics gestartet. Beim ersten Biathlon-Wettbewerb (6 km / 7,5 km) gingen sie allerdings leer aus. Vor allem auf der Strecke konnten sie nicht mit den Top-Athleten mithalten.

In der sitzenden Disziplin waren die deutschen Medaillen-Hoffnungen im Vorfeld am größten. Denn schließlich gingen mit Andrea Eskau und Anja Wicker bei den Frauen, sowie Martin Fleig bei den Männern, gleich drei Kandidaten für Top-Platzierungen ins Rennen.

Andrea Eskau blieb zwar in beiden Schießen fehlerfrei, allerdings lief es in der Loipe nicht so gut für sie. Sie kam mit 1:14 Minuten Rückstand auf die Siegerin Kendal Gretsch (21:52,00 Minuten) aus den USA ins Ziel. Gretsch zeigte auf der Strecke eine überragende Leistung und konnte sich trotz eines Schießfehlers vor die favorisierte Oksana Masters (USA) setzen, die fehlerfrei blieb. Dritte wurde die Weißrussin Lydziya Hrafeyeva. Anja Wicker landete mit einem Schießfehler auf Rang neun.

Oksana Masters, Kendall Gretsch, Lidtziya Hrafeyeva

Die Sieger bei den Damen in der sitzenden Disziplin: Oksana Masters, Kendall Gretsch, Lidtziya Hrafeyeva (v. links)

Martin Fleig zeigte Nerven am Schießstand

Martin Fleig hat durch einen Fehler beim letzten Schießen einen Podestplatz verpasst. Er lag am Ende 53,7 Sekunden hinter Daniel Cnossen (23:49,70 Minuten) aus den USA. Nur 7,3 Sekunden dahinter lief Dzimitry Loban aus Weißrussland ein und sicherte sich damit Silber. Bronze ging an Collin Cameron aus Kanada.

Stehende Disziplin: Zwei Deutsche unter den Top 10

In der stehenden Disziplin gewann der Franzose Benjamin Daviet Gold (17:56,6o Minuten) mit einer tadellosen Leistung am Schießstand und auf der Strecke. Dahinter holte sich Mark Arendz aus Kanada Silber mit 30 Sekunden Rückstand. Bronze ging an Ihor Reptyukh aus der Ukraine.

Der gebürtige Kasache und für Deutschland startende Alexander Ehler zeigte bei seinem Paralympics-Debüt einer sehr gute Vorstellung und lief ohne Schießfehler überraschend auf den fünften Platz. "Mit dem fünften Platz bin ich sehr zufrieden. Vielleicht kann ich in den nächsten Rennen noch ein bisschen besser abschneiden", sagte er nach dem Rennen dem ZDF.

Mit Steffen Lehmker überzeugte auch der zweite deutsche Starter. Er lief mit mit einem Schießfehler auf den zehnten Platz (+3:03 Minuten).

Hösch ging nicht topfit ins Rennen

Bei den Starterinnen mit Sehbeinträchtigungen gewann Mikhalina Lysowa, die kurzfristig nachnominiert wurde und für die Neutralen Paralympischen Athleten antritt. Ihr Start hatte im deutschen Team für Unverständnis gesorgt, da Lysowa unter Manipulationsverdacht steht. Zweite wurde die Ukrainerin Oksana Shyshkova vor der Weißrussin Sviatlana Sakhanenka.

Clara Klug und Vivian Hösch erwischten keinen Sahnetag und belegten die Plätze sechs und sieben. Während Hösch sich in den letzten Tagen mit einer Erkältung plagte und nicht topfit war, stürzte Martin Härtl, der Guide von Clara Klug und sie fiel über ihn drüber. Unter diesen Umständen waren beide Athletinnen zufrieden mit dem Rennen.

Messinger überzeugt bei seinem Debüt-Rennen

Nico Messinger legte als einziger deutscher Starter bei den Sehbeeinträchtigten einen überzeugenden Auftritt bei seinem Paralympics-Debüt hin. Mit einem Schießfehler lief er auf dem neunten Platz ein. Vitaliy Lukyanenko aus der Ukraine holte Gold, gefolgt von Yury Holub aus Weißrussland und Anatolii Kovalevskyi (Ukraine). Insgesamt fünf Ukrainer liefen unter die ersten Sechs.

Die Bedingungen wurde im Verlauf des Wettkampfs immer schwieriger für die Athleten. Durch die steigenden Temperaturen wurde der Schnee sehr matschig und tief.

Die Top-Platzierungen im Überblick

Vom 09. bis 18. März berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Paralympischen Spiele.

jbr | Stand: 10.03.2018, 04:44

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