Russische Athletin Mikhalina Lysowa kurzfristig für Paralympics zugelassen

Mikhalina Lysowa

Paralympics

Russische Athletin Mikhalina Lysowa kurzfristig für Paralympics zugelassen

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die russische Para-Skilangläuferin und -Biathletin kurzfristig zu den Paralympics in Pyeongchang zugelassen. Das sorgt im deutschen Lager für Verwunderung.

Mikhalina Lysowa ist die einzige russische Athletin, die nachträglich vom IPC für die Paralympics in Pyeongchang zugelassen wurde. In einer ersten Liste mit 30 zugelassenen Sportlern, die als neutrale paralympische Athleten starten dürfen, stand ihr Name Ende Februar nicht drauf. Das IPC hatte sich allerdings kurzfristige Änderungen vorbehalten.

Lysowa gewann vor vier Jahren in Sotschi dreimal Gold und dreimal Silber. Allerdings tauchte ihr Name im McLaren-Report auf. Außerdem wiesen vier Dopingproben von ihr Kratzer auf, weshalb sie unter Manipulationsverdacht steht. Ihre kurzfristige Berücksichtigung für die Spiele stößt daher im deutschen Lager auf Unverständnis.

Irritationen im deutschen Lager

"Wir können diese Entscheidung nicht nachvollziehen", ärgert sich Bundestrainer Ralf Rombach. Zur Erinnerung: Das IPC hat das nationale paralympische Komitee Russlands wegen der Vorwürfe um das Staatsdoping vor den Spielen in Rio 2016 vollständig suspendiert und diese Strafe erst im Januar dieses Jahres bestätigt, da Russland die Kriterien zur Wiederaufnahme in die paralympische Familie noch nicht erfülle.

Da aber bereits einige Fortschritte zu erkennen waren, dürfen einzelne Athleten unter neutraler Flagge starten, sofern sie unter Einhaltung strikter Bedingungen als sauber gelten. "Diese Aussage passt für uns nicht zusammen", so Rombach.

Vom 09. bis 18. März berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Paralympischen Spiele.

dbs/jbr | Stand: 07.03.2018, 15:25

Darstellung: