Deutschland mit 20 Athleten nach Pyeongchang

Paralympics

Deutschland mit 20 Athleten nach Pyeongchang

Mit 20 Athleten startet Deutschland bei den vom 9. bis zum 18. März 2018 in Pyeongchang stattfindenden Paralympics. Zu den elf Frauen und neun Männern kommen vier Begleitläufer in den Sportarten Para Ski alpin und Para Ski nordisch. Am Sonntag wird die Mannschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Richtung Südkorea verabschiedet.

"Das ist ein wichtiges und deutliches Signal. Unsere Mannschaft empfindet das als goße Ehre, wenn der erste Mann im Staate zum Flieger kommt", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher vor dem Abflug. Dieser findet am Sonntag gegen 18 Uhr statt. Die Ankunft in Südkorea wird am Montagmittag erwartet.

Angeführt wird das deutsche Team, das nach dem zusätzlichen Startplatz von Anna-Maria Rieder auf 20 Athleten angewachsen ist, von Anna Schaffelhuber. Bei den letzten Paralympics 2014 in Sotschi war die Monoskifahrerin die erfolgreichste deutsche Athletin. Die 25-Jährige gewann bei fünf Starts fünf Goldmedaillen. Wer allerdings die Fahne bei der Eröffnungsfeier tragen wird, ist noch ungewiss.

Einmarsch deutsche Paralympics-Mannschaft 2014

"Wir werden ein schlagkräftiges Team nach Südkorea schicken. Es ist eine gute Mischung aus erfahrenen Sportlerinnen und Sportlern, die ihr Leistungsvermögen bereits unter Beweis gestellt haben, sowie neuen Gesichtern und jungen Talenten", sagte DBS-Vizepräsident Karl Quade.

Hoffen auf "sehr saubere Spiele"

In Sotschi 2014 hatte der DBS nur 13 Sportler dabei. Russland hatte die Medaillenwertung mit 80-mal Gold, Silber oder Bronze ganz klar vor Deutschland (15) gewonnen. Er hoffe, ergänzte der Chef de Mission, "sehr auf saubere Spiele, Vorfälle wie vor vier Jahren in Sotschi dürfen sich nicht wiederholen". Erst am Montag hatte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) beschlossen, die Suspendierung des Russischen Paralympischen Komitees (RPC) aufrechtzuerhalten. Ausgewählte russische Behindertensportler dürfen aber unter neutraler Flagge starten.

Keine Medaillenvorgabe

Eine Medaillenvorgabe für Pyeongchang wollte Quade nicht aussprechen. Er rechnete aber neben Schaffelhuber auch die Alpinläuferinnen Anna-Lena Forster (Radolfzell) und Andrea Rothfuß (Mitteltal) sowie im Bereich nordisch Andrea Eskau (Magdeburg), Martin Fleig (Freiburg) und Anja Wicker (Stuttgart) zu den Medaillenkandidaten.

Bei den Spielen in Südkorea werden rund 670 Athletinnen und Athleten aus etwa 45 Nationen starten. In sechs Sportarten (Ski Alpin, Biathlon, Langlauf, Rollstuhlcurling, Sledge-Eishockey und Snowboarding) gibt es 80 Medaillenentscheidungen. Beim Sledge-Eishockey und Snowboarding ist das deutsche Team nicht vertreten. Am 4. März wird die deutsche Mannschaft am Frankfurter Flughafen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Südkorea verabschiedet.

Die deutsche paralympische Mannschaft für Pyeongchang 2018

Para Ski alpin: Anna-Lena Forster (Radolfzell), Georg Kreiter (Murnau), Thomas Nolte (Braunschweig), Anna-Maria Rieder (Bayern), Noemi Ristau (Marburg), Andrea Rothfuss (Mitteltal), Anna Schaffelhuber (Bayerbach);
Begleitläufer: Lucien Gerkau (Ristau)
Para Ski nordisch: Alexander Ehler (Kirchzarten), Andrea Eskau (Magdeburg), Martin Fleig (Freiburg), Vivian Hösch (Freiburg), Clara Klug (München), Steffen Lehmker (Clausthal-Zellerfeld), Nico Messinger (Freiburg), Anja Wicker (Stuttgart);
Begleitläufer: Martin Härtl (Klug), Lutz Klausmann (Messinger), Florian Schillinger (Hösch)
Rollstuhlcurling: Wolf Meißner (Füssen), Heike Melchior (Frankfurt), Harald Pavel (Schwenningen), Christiane Putzich (Füssen), Martin Schlitt (Frankfurt)

Thema in B5 aktuell, 30.1.2018

sid/dpa/dbs | Stand: 02.03.2018, 11:16

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