Kappel und Mester - Mit Power und Witz

Mathias Mester und Niko Kappel

Paralympics

Kappel und Mester - Mit Power und Witz

Paralympische Power in Pyeongchang: Niko Kappel und Mathias Mester werden Südkorea auf ihre eigene Art entdecken. Sie sagen: "Zwei Halbe sind besser als ein Ganzer." Unter diesem Motto wagen die Leichtathleten einen Sidestep. Humorvoll bereichern sie das Sportschau-Programm während der Spiele.

Dabei kennen die beiden Sportler die Aufopferung im Training, den Druck bei Großereignissen und die Freude über Medaillen nur allzu gut. Der in Schwäbisch Gmünd geborene Kappel errang im Kugelstoßen Silber bei den Europa- und Weltmeisterschaften in Grosseto (Italien) und Doha (Katar). Sein sportliches Highlight, das er nie vergessen wird, waren vor knapp zwei Jahren die Paralympics in Rio de Janeiro. Mit einer Weite von 13,57 Metern bejubelte er eine Goldmedaille! Das fand Anerkennung – er erhielt das Silberne Lorbeerblatt und wurde 2016 und 2017 als Behindertensportler des Jahres ausgezeichnet.

Auch der aus Coesfeld stammende Mester durfte diese Auszeichnungen schon entgegennehmen. Das harte Training im Kraftraum sowie mit Diskus, Kugel und Speer zahlten sich beim inzwischen 31-Jährigen aus. Klein angefangen – groß rausgekommen: Als mehrfacher Welt- und Europameister sowie Silbermedaillengewinner 2008 in Peking hat er noch immer nicht genug. Sein nächstes Ziel: Die World Para Athletics Europameisterschaften 2018 in Berlin (20.-26. August).

Mathias Mester, Martin Fleig und Niko Kappel

Mathias Mester, Martin Fleig und Niko Kappel

Neues Terrain – bewährte Lockerheit

Spiele auf Schnee und Eis sind allerdings etwas vollkommen Neues für das Duo. Deshalb haben sie sich schon Monate vor den Paralympics in Pyeongchang intensiv vorbereitet – Langlauf-Einheiten inklusive. Andrea Eskau, Martin Fleig und Co. zeigten den beiden, worauf es in der Loipe ankommt. Das Wissen aus erster Hand geben Kappel und Mester nun an die Zuschauer weiter. Dabei sind sie witzig und aufgeschlossen. Sie tragen zur Inklusion und einem lockeren Umgang mit gehandicapten Menschen bei.

Der 1,42 Meter große Mester sagte: "Ich hoffe, der Schnee in Südkorea ist nicht höher als 1,50 Meter." Kappel erklärte: "Wir wollen die Leute abholen. Mit Witz und Freude und vor allem mit Spaß an der Sache. Wir haben schon einige coole Ideen. Ich bin sicher, das wird super." Womöglich lassen sie auch ihre Muskeln spielen. Bei der Pressekonferenz zu den Paralympics im Dezember in Berlin nahmen die beiden Stephanie Müller-Spirra einfach mal locker auf die Schulter.

Mathias Mester, Stephanie Müller-Spirra und Niko Kappel

Mathias Mester, Moderatorin Stephanie Müller-Spirra und Niko Kappel

mkö | Stand: 06.03.2018, 14:09

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