Ledecka schreibt Snowboard-Geschichte - Silber für Jörg

Ester Ledecka

Parallel-Riesenslalom

Ledecka schreibt Snowboard-Geschichte - Silber für Jörg

Snowboarderin Selina Jörg (Sonthofen) hat die Silbermedaille gewonnen. Die 30-Jährige unterlag im Finale des Parallel-Riesenslaloms der tschechischen Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka, die Olympia-Geschichte schrieb. Ramona Hofmeister sicherte sich im "kleinen Finale" Bronze.

Mit dem Begriff "historisch" sollte man ja vorsichtig sein - auf die Leistung der Tschechin Ledecka trifft das aber definitiv zu. Olympisches Gold sowohl bei den Alpinen als auch im Snowboard zu holen - das ist in der olympischen Geschichte bisher noch keinem Athleten gelunegn - weder bei den Frauen noch bei den Männern. Genau eine Woche nach ihrem völlig überraschenden Triumph im Super G gewann sie auch in ihrer Paradedisziplin bei den Snowboardern.

Silber und Bronze gewonnen statt Gold verloren

Selina Jörg

Selina Jörg freut sich über Silber

Aber auch die Deutschen erwischten einen Sahnetag: Die Sonthofenerin Jörg hatte erst im Finale gegen Ledecka das Nachsehen und sicherte sich Silber. Zuvor hatte Hofmeister (Bischofswiesen) ihr Halbfinale gegen die Überfliegerin aus Tschechien verloren. Die frühere Junioren-Weltmeisterin im Parallelslalom schlug im kleinen Finale Alena Sawarsina (Olympische Athleten aus Russland).

Trotz des verpassten Goldes lagen sich die Deutschen nach den Finals jubelnd in den Armen und feierten die größten Erfolge in ihren Karrieren. "Die Silbermedaille ist heute wie Gold für mich", sagte Jörg. "Mit der Ramona heute zusammen auf dem Podium zu stehen - es gibt nichts Schöneres."

Schweizer Olympiasieg - Baumeister scheitert erst im Viertelfinale

Nevin Galmarini

Nevin Galmarini

Bei den Männern feierte der Schweizer Nevin Galmarini den Olympiasieg und sorgte damit für den dritten Schweizer Erfolg seit der Premiere des Wettbewerbs im Jahr 2002. Der Silbermedaillengewinner von Sotschi bezwang im Finale den Südkoreaner Lee Sang Ho. Bronze ging wie vor vier Jahren an den Slowenen Zan Kosir, der im Viertelfinale den einzigen deutschen Finalteilnehmer ausgeschaltet hatte.

Stefan Baumeister aus Rosenheim hatte sich als Siebter der Qualifikationsläufe zunächst für die Runde der besten 16 gekämpft. Dort setzte er sich in seinem Achtelfinale noch durch. In der Runde der besten Acht war für ihn dann jedoch Endstation. Platz sechs in der Endabrechnung kann sich trotzdem sehen lassen. Der als Mitfavorit gehandelte Vic Wild, Olympischer Athlet aus Russland und Doppelolympiasieger 2014, schied bereits in der ersten Runde aus.

Patrick Bussler als 25. und Alexander Bergmann als 31. und Vorletzter der Qualifikation hatten das Finale ebenso deutlich verpasst wie Vancouver-Olympiasieger Jasey Jay Anderson (Kanada/24.).

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

wp | Stand: 24.02.2018, 06:55

Darstellung: