Auch Riesenslalom der Frauen verschoben

Vorschau auf den Riesenslalom

Auch Riesenslalom der Frauen verschoben

Der anhaltend starke Wind in den Bergen um Pyeongchang hat das Programm der Olympischen Winterspiele in Südkorea erneut durcheinandergewirbelt. Auch der für Montag (12.02.2018) angesetzte Riesenslalom der Frauen mit Goldkandidatin Viktoria Rebensburg in Yongpyong musste verschoben werden.

Aber der Weltverband FIS hat bereits einen Ersatztermin im Visier: Die beiden Durchgänge sollen nun am kommenden Donnerstag (1.30 Uhr/5.15 Uhr MEZ) gestartet werden. Dazwischen, um 3 Uhr MEZ, ist die verschobene Abfahrt der Männer geplant.

Rebensburg gilt als Top-Favoritin im Riesenslalom. Nach drei Saisonsiegen und zwei zweiten Plätzen in ihrer Paradedisziplin in dieser Saison soll es für die 28-jährige Oberbayerin mit einer Olympia-Medaille klappen. Nach Gold in Vancouver und Bronze in Sotschi peilt Rebensburg bei ihren letzten Olympischen Spielen noch einmal Edelmetall an. "Olympia ist nur alle vier Jahre, und Südkorea, das werden meine letzten Olympischen Spiele sein", kündigte Deutschlands beste Skirennfahrerin in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. Auch wenn der Druck groß ist, versucht Rebensburg locker zu bleiben. "Klar ist das etwas ganz Besonderes, aber trotzdem: Im Endeffekt ist es auch nur ein Rennen. Es gibt einen Start und ein Ziel und einen Hang dazwischen, und da muss man versuchen, so schnell wie möglich durchzukommen", sagte sie vor ihrem ersten Wettkampf.

Rebensburg kann Historisches schaffen

Viktoria Rebensburg und Alberto Tomba

Viktoria Rebensburg und Skilegende Alberto Tomba

Für Rebensburg, die noch im Super-G und der Abfahrt startet, geht es bei einem Großereignis erstmals mit dem Riesenslalom los. "Das ist wie für sie gemacht", freute sich der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier, der Rebensburg Großes zutraut. Großes für eine historische Leistung? Es gab in der Geschichte erst zwei Athleten, die zwei Mal olympisches Riesenslalom-Gold gewannen: Deborah Compagnoni und Alberto Tomba. Reiht sich Rebensburg in diese Liste ein?

"Go for Gold, Vicky"

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg mit Olympia-Gold von Vancouver

Im zarten Alter von 20 Jahren holte sie sich überraschend die Goldmedaille im Riesenslalom in Vancouver. Damals war es eine Sensation. Gold wäre nun eine große Freude, aber keine Überraschung. Rebensburg fährt stabil vorn mit, hat 15 Weltcup-Siege eingefahren - 13 im Riesenslalom, zwei im Super-G. Eine Seriensiegerin wurde aus Rebensburg allerdings nie, auch der Gesamtweltcup war nie wirklich in Reichweite, obwohl sie auch dafür schon als Anwärterin gehandelt wurde.

Etliche Leistungstäler musste Rebensburg durchlaufen, zwischenzeitlich gelang ihr mal drei Jahre lang überhaupt kein Weltcup-Erfolg. Auch der vergangene Winter war für sie eine Seuchensaison, doch in diesem Jahr läuft es glänzend. Sieben Riesenslaloms gab es im Olympia-Winter bislang, zwei Mal kam sie nicht auf das Podest - sonst war Rebensburg immer mindestens Zweite und feierte dabei drei Siege. Auch eine ungeplante Pause im Januar, als sie wegen einer Grippe auf die Speedrennen in Bad Kleinkirchheim und Cortina d'Ampezzo verzichtete, konnte ihrer guten Form nichts anhaben. Direkt beim Comeback gewann sie am Kronplatz in Südtirol.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

sst/jo | Stand: 12.02.2018, 01:35

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