Rebensburg fährt an Riesenslalom-Medaille vorbei

Ski-Alpin, Riesenslalom

Rebensburg fährt an Riesenslalom-Medaille vorbei

Es sollte der goldene Abschluss einer großen Karriere für Ski-alpin-Rennläuferin Viktoria Rebensburg werden. In ihrer Schokoladendisziplin dem Riesenslalom ging die 28-Jährige aus Kreuth allerdings leer aus. Beim Sieg von Mikaela Shiffrin blieb für Rebensburg nur der undankbare vierte Platz.

Nach einem krassen Schnitzer im ersten Durchgang lag Rebensburg mit 0,83 Sekunden Rückstand nur auf dem achten Platz und musste voll auf Angriff fahren. "Ich will alles rausholen", kündigte die Bayerin vor dem Finaldurchgang an. Das gelang! Mit einer runden Fahrt, eng an der Ideallinie und einem Zwischenspurt im mittleren Teil ließ die Olympiasiegerin von 2010 die Medaillenchancen wieder auflodern.

Eine Konkurrentin nach der anderen biss sich an ihrer Zeit die Zähne aus. Drei Rennläuferinnen waren dann aber doch schneller. Neben der überragenden Shiffrin schafften es überraschend Ragnhild Mowinckel (Norwegen) und Federica Brignone (Italien) auf das Siegerpodest. Manuela Mölgg, die nach dem ersten Durchgang geführt hatte, fiel auf den achten Platz zurück.

Shiffrin - erste Mission erfüllt

Mikaela Shiffrin mit Ragnhild Mowinckel und Federica Brignone

Die Medaillengewinnerinnen im Riesenslalom Mowinckel, Shiffrin, Brignone (v.l.)

Für die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hätten die Spiele nicht besser beginnen können. Nach sportlich frustrierenden letzten Wochen vor Olympia mit drei Ausfällen in fünf Rennen, war Shiffrin ganz früh nach Südkorea gereist. Die Weltcup-Dominatorin "will Medaillen in allen Wettbewerben" gewinnen. Der erste Schritt ist getan. Vier weitere (Slalom, Abfahrt, Kombination, Team-Event) sollen folgen. Nur im Super-G will Shiffrin nicht antreten.

Rebensburg war die große Favoritin

Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg verpasst Medaille knapp

Die heißeste Gold-Anwärterin war Shiffrin im Riesenslalom nicht. Diesen Platz hatte Rebensburg nach den bisherigen Saisonleistungen mit drei Siegen in sieben Rennen inne. Bei ihren letzten Olympischen Spielen sollte es mit einer Medaille klappen, doch schon im ersten Lauf schwanden die Chancen auf ein Minimum. Ein Fehler an einer Welle wenige Meter vor dem Ziel kostete wertvolle Zeit. "Das ist echt bitter. Wir haben es am Start noch besprochen gehabt. Da unten sind mehrere Wellen, und ich habe gedacht, das ist die davor", sagte Rebensburg, die sich aber zumindest über den zweiten Lauf freuen: "Ich bin im zweiten Lauf gut Ski gefahren und hab einige Plätze gut gemacht. Es ist natürlich schade, neben dem Treppchen zu stehen."

Gut fliegt im ersten Durchgang raus

 Lara Gut

Lara Gut aus der Schweiz stürzt

Nach dem ersten Durchgang war der Arbeitstag bereits für 14 Starterinnen vorbei. Mit Lara Gut erwischte es auch eine Medaillen-Kandidatin. Die Schweizerin schied nach einem Innenskifehler aus, rasierte nach ihrem Sturz auch noch ein halbes Dutzend Kameraleute. Gut blieb dabei zum Glück unverletzt.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

sst/rei | Stand: 15.02.2018, 06:35

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