DSV-Kombinierer setzen noch ein Gold drauf

Teamwettbewerb

DSV-Kombinierer setzen noch ein Gold drauf

Wieder Gold für Deutschlands Kombinierer - die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch haben auch den dritten Wettbewerb klar für sich entschieden.

Vinzenz Geiger, Fabian Rießle, Eric Frenzel und Johannes Rydzek sorgten 30 Jahre nach dem letzten deutschen Erfolg im Teamwettbewerb für die 13. deutsche Goldmedaille bei diesen Spielen. Der Vorsprung auf Norwegen (Schmid, Andersen, Riiber, Graabak) betrug im Ziel 52,7 Sekunden, Bronze ging an Österreich (Denifl, Klapfer, Gruber, Seidel/+ 1:07,8 Minuten).

Mit diesem Sieg hat das Team Deutschland auch seinen Goldrekord bei Olympischen Winterspielen verbessert: Der Triumph des Kombinierer-Teams war das 13. Gold in Pyeongchang, die alte Bestmarke stand bei zwölf Siegen 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City. Die internationale Bestmarke hält Kanada mit 14 Mal Gold beim "Heimspiel" 2010 in Vancouver.

Geiger übernimmt die Führung

Geiger ging als erster deutscher Starter auf die fünf Kilometer in die Loipe. Die sechs Sekunden Rückstand auf Österreichs Wilhelm Denifl hatte er bereits nach zweieinhalb Kilometern aufgeholt. Kurz darauf setzte sich der junge Oberstdorfer an die Spitze. Von hinten kamen allerdings die Norweger, die mit 27 Sekunden Rückstand ins Rennen gegangen waren, und die Japaner (+ 19 Sekunden) näher heran.

Fabian Rießle

Sorgte für die Vorentscheidung: Fabian Rießle

Beim Wechsel auf Rießle (Breitnau) hatte Geiger zwölf Sekunden Vorsprung auf Norwegen und Österreich herausgelaufen. Japan hinkte hier schon mehr als 20 Sekunden zurück. Und Rießle, der von Beginn an ein enormes Tempo vorlegte, sorgte praktisch schon für die Vorentscheidung. Der Silbermedaillengewinner im Einzel von der Großschanze baute die Führung schnell und stetig weiter bis auf über eine Minute aus.

Frenzel und Rydzek fahren den Sieg souverän nach Hause

Mit am Ende wieder "nur noch" 42 Sekunden Vorsprung übernahm nun Frenzel, der Olympiasieger im Einzel von der kleinen Schanze. Der 29-Jährige vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal lief sehr gleichmäßig sein Tempo und kontrollierte das Feld von der Spitze. Den Verfolgern - und es war weiterhin ein Dreikampf zwischen Österreich, Norwegen und Japan - dürfte spätestens jetzt klar gewesen sein, dass es für sie bestenfalls noch um Silber und Bronze geht.

Beim Wechsel von Frenzel auf Weltmeister und Olympiasieger Rydzek betrug der Vorsprung wieder mehr als eine Minute. Und der DSV-Schlussläufer baute diesen nochmals aus. Es war klar: Nur ein Sturz oder ein Stockbruch, aber vermutlich nicht mal das, könnte jetzt noch auf dem Weg zum Olympiasieg dazwischenkommen. Es passierte aber nichts Unvorhergesehenes mehr. Rydzek hatte noch genügend Zeit, sich eine Deutschlandfahne reichen zu lassen und jubelnd über die Ziellinie zu fahren.

Platz zwei nach dem Springen

Eric Frenzel

Eric Frenzel

Den Grundstein hatte das DSV-Quartett beim Springen gelegt, als man zwar hinter Österreich, aber vor Japan und dem großen Dauerkonkurrenten Norwegen lag. Frenzel begann den Wettkampf mit einem starken Sprung auf (137,0 m), ehe Geiger (129,5) und Rießle (127,5) die Führung verspielten. Rydzek (138,0) brachte das DSV-Quartett wieder in Schlagdistanz zu den Österreichern. Deren knapper Zeitvorsprung hielt in der Loipe dann gerade mal ein paar Minuten.

wp | Stand: 22.02.2018, 12:06

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