Nordische Kombination - Medaillenflut für deutsches Trio

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Nordische Kombination - Medaillenflut für deutsches Trio

Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel haben im Finale der Nordischen Kombination für eine Medaillenflut für Deutschland gesorgt. Das Trio machte im Sprint den Kampf um die Medaillen unter sich aus.

Im Sprint auf der 10-km-Strecke ließ das Trio dem bis dato mithaltenden Norweger Jarl Magnus Riiber keine Chance und setzte sich souverän durch. Der Schnellste war Rydzek, Rießle holte sich Silber, Frenzel Bronze. "Das macht uns stolz. Die Mannschaft ist wieder zusammengewachsen und dadurch ist so etwas Großes zustande gekommen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch in der Sportschau und ergänzte: "Dass es so geklappt hat, ist schon unwahrscheinlich. Da muss alles passen."

In der Schlussrunde hatte sich eine Sechsergruppe mit den drei Deutschen und den drei nach dem Springen Führenden gebildet. Aus dieser Gruppe fiel schnell der Österreicher Wilhelm Denifl heraus. Auf dem vorletzten Anstieg strauchelte dann der nach dem Springen führende Japaner Akito Watabe und fiel ans Ende der Sechs zurück. Auf der letzen Abfahrt konnte einzig der Norweger Riiber mithalten, war aber im Sprint chancenlos. Watabe wurde hinter Riiber Fünfter.

Nach dem Springen 30 Sekunden Rückstand

Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel jubeln über Gold, Silber und Bronze

Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel jubeln über Gold, Silber und Bronze.

Frenzel, Rydzek und Rießle waren alle drei über die 130-Meter-Marke gesegelt und mit etwa einer halben Minute Rückstand auf Watabe in die Loipe gegangen. Kontinuierlich verkürzten die Verfolger den Rückstand auf das Führungsduo, nach fünf Kilometern betrug der Abstand nur noch zehn Sekunden, ein Kilometer später hatten Rydzek & Co. die Konkurrenten eingeholt. Dann begann die spannende Schlussphase des Rennens, bei der das deutsche Trio nicht zu schlagen war.

Der beste Springer im Feld der Kombinierer, der Norweger Riiber, hatte nach dem Springen nur eine Sekunde Rückstand auf Watabe gehabt. Sein Flug endete aufgrund guter Windverhältnisse erst bei 139 Metern. Stark auch der Östereicher Denifl (137,5 m), der als Achter ins Ziel kam.

Geiger komplettiert überragendes deutsches Ergebnis

Der vierte Deutsche im Bunde, Vinzenz Geiger, war mit einer Minute Rückstand auf den Führenden in die Loipe gegangen. Der Oberstdorfer zeigt eine beherztes Rennen und arbeitete sich von Rang neun auf Platz sieben vor. "Ich hatte die Hoffnung, dass ich noch nach vorne komme", sagte Geiger im Ziel, "aber dann war es vielleicht doch etwas zu schnell."

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

jo | Stand: 20.02.2018, 14:26

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