Deutsche Skicrosser bei Sturzfinale früh raus

Entscheidung

Deutsche Skicrosser bei Sturzfinale früh raus

Die deutschen Skicrosser haben ausgerechnet im Olympiarennen einen rabenschwarzen Tag erwischt. Paul Eckert (Samerberg), Tim Hronek (Unterwössen) und Florian Wilmsmann (Hartpenning) schieden schon in der ersten Runde aus und verpassten das Achtelfinale.

Der neue Olympiasieger kommt aus Kanada und heißt Brady Leman. Der 32-Jährige gewann vor Marc Bischofberger (Schweiz) und Sergej Ridsik, der für die Olympischen Athleten Russlands startet.

DSV-Trio scheitert in der ersten Runde

Florian Wilmsmann lag in seinem Lauf zunächst in Führung, wurde dann aber auf den vierten und letzten Rang durchgereicht. Tim Hronek wurde anschließend Dritter, ebenso wie Deutschlands größte Skicross-Hoffnung Paul Eckert.

Eckert findet keine Lücke

Der 27-jährige Eckert, der die Olympia-Generalprobe gewonnen hatte, erwischte auf dem anspruchsvollen Parcours mit 27 Sprüngen einen schwachen Start und hatte stets zwei Kontrahenten vor sich. Mehrere Überhol-Manöver missglückten, Eckert fehlten einfach der Speed und eine Lücke. "Das Feld ist viel zu dicht, manchmal klappt es, manchmal nicht. Man braucht den perfekten Run und der war es bei mir nicht", resümierte Eckert im ZDF.

Florian Wilsmann lag bei seiner Olympia-Premiere sogar kurz an der Spitze, verlor aber nach einem Fahrfehler entscheidend Geschwindigkeit und ärgerte sich danach: "Das war bitter. Ich habe es verkackt."

Erneut schlimme Stürze

Überschattet wurde das Rennen von drei schweren Stürzen auf den "Monsterbakken". Der kanadische Ex-Weltmeister Chris del Bosco (Beckenbruch), der Franzose Terence Tchiknavorian (Schienbeinbruch) und der Österreicher Christoph Wahrstötter (Gehirnerschütterung) mussten mit einem Rettungsschlitten abtransportiert werden. Die viel kritisierte zu schwierige Strecke war für die Unfälle nicht verantwortlich. "Die Stürze, die es gab, waren alles Fahrfehler. Daran ist die Strecke nicht schuld", sagte Tim Hronek nach dem Rennen.

Ridsik und Drury stürzen im Finale

Auch das Finale der besten Vier ging nicht ohne einen Sturz über die Bühne. Kurz nach dem Start beraubten sich Sergej Ridsik (OAR) und Kevin Drury (Kanada) aller Goldchancen. Sie kamen sich zu nah, stürzten und mussten die Konkurrenten ziehen lassen. Russland große Gold-Hoffnung Ridsik rappelte sich schneller wieder auf und gewann zumindest Bronze.

Ergebnisse

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

sst | Stand: 21.02.2018, 06:34

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