Freestyle - Ukraine jubelt bei den Männer-Aerials

Freestyle, Männer-Aerials

Freestyle - Ukraine jubelt bei den Männer-Aerials

Jubel in der Ukraine: Alexander Abramenko düpierte die Favoriten und holte sich die Goldmedaille in den Freestyle-Aerials. Der Vorsprung war hauchdünn.

Gelb-blauer Riesenjubel am Rande der Freestyle-Sprunganlage im Phoenix-Park: Alexander Abramenko aus der Ukraine überraschte die Fachwelt und schnappte den Favoriten die Goldmedaille weg. Der Außenseiter profitierte von einem sicheren eigenen Sprung und den Fehlern der Konkurrenz. Zweiter wurde der Chinese Zongyang Jia, der nur eine hauchdünn niedrigere Wertung als der Sieger erhielt. Bronze ging nach Russland an Ilia Burov.

Über den "Kicker" ins Glück

Bei den "Aerials" im Ski-Freestyle geht es darum, nach dem Anlauf über einen sogenannten "Kicker" - eine um 70 Grad angewinkelte Schanze - einen möglichst spektakulären Sprung durch die Luft und in den Schnee zu zaubern. Gewertet werden von fünf Kampfrichtern der Absprung, die rund zehn Meter hohe Flugphase und die Landung. Das ganze ähnelt ein wenig dem Turmspringen im Schwimmsport.

Der olympische Modus sieht vor, dass im Endkampf die zwölf besten Athleten der Vorkämpfe antreten, entscheidend sind dann drei Durchgänge, wobei nach jedem Durchgang die drei Punktschwächsten aussortiert werden. Im finalen Durchgang treten dann also nur noch die besten Sechs an.

Chinesen beeindruckend, Schweizer früh raus

Nach dem ersten Durchgang erwischte es die beiden Schweizer Mischa Gasser und Dimitri Isler, die gemeinsam mit dem Australier David Morris die Segel streichen mussten. Beeindruckend die drei platzierten Chinesen, die allesamt den Sprung unter die besten neun schafften. Bester aber war der Chinese Guangpu Li, der rund einen Punkt vor Pavel Krutov aus Russland lag.

Im nächsten Durchgang musste sich neben zwei gestürzten Chinesen auch der amtierende Weltmeister Jonathon Lillis verabschieden.

Ein Sprung entscheidet das Titelrennen

Vor dem letzten Durchlauf hatte sich Jia Zongyang aus China an die Spitze gesetzt, was ihm nichts brachte - denn es wurden alle Vor-Ergebnisse aus der Wertung gelöscht. Ein Sprung würde also für den Sieg entscheidend sein. Und den setzte Abramanko am besten. Und er profitierte von den Stürzen der favorisierten Olivier Rochon (Kanada) und Stanislaus Hladchenko (Bulgarien), die ihre waghalsigen Sprünge nicht stehen konnten.

oja | Stand: 18.02.2018, 11:46

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