Savchenko/Massot mit Traumkür zu Gold

Eiskunstlauf - Paarlaufen

Savchenko/Massot mit Traumkür zu Gold

Aljona Savchenko und Bruno Massot haben sich auf dem Olympischen Eis von Pyeongchang doch noch ihren großen Traum erfüllt. Nach einer perfekten Kür mit neuem Weltrekord katapultierten sie sich vom vierten auf den goldenen Rang. Sui Wenjing/Han Cong aus China und Meagan Duhamel und Eric Redford aus Kanada gewannen Silber und Bronze.

Bruno Massot hatte Tränen der Freude in den Augen. Aljona Savchenko lag auf dem Eis, herzte danach ihren Partner. Vergessen war der Fehler des gebürtigen Franzosen bei der Kurzkür, als er den Salchow nur doppelt gedreht hatte. Mit dieser Wahnsinns-Kür setzten die deutschen Paarläufer Maßstäbe. Nach der Musik "La terre vue du ciel" zauberten die Oberstdorfer ein unglaublich starkes Programm auf das Eis. Diesmal saß bei Massot auch der dreifache Salchow in Kombination, alle übrigen technischem Elemente saßen traumhaft sicher. Künstlerisch sind Savchenko/Massot ohnehin eine Klasse für sich, verzückten die Zuschauer, unter denen auch Doppel-Olympiasiegerin Kati Witt saß. Es war einfach eine Freude, die beiden Deutschen auf dem Eis zu sehen. Der Lohn folgte von den Punktrichtern. Mit 159,31 Punkten gab es einen neuen Kür-Weltrekord. In der Gesamtwertung wurden es 235,90 Punkte.

Weltmeister patzen - Gold-Traum wird wahr

Nach den Deutschen zeigten auch die Kurzkür-Dritten Meagan Duhamel und Eric Redford aus Kanada eine starke Leistung, blieben aber fünf Punkte hinter den Deutschen. Dann zeigten die Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong zu Beginn ihrer Kür ungewohnte Wackler. Am Ende passierte das Unglaubliche: Die Chinesen blieben einen knappen halben Punkt hinter den Deutschen. Nach der Kurzkür hatten sie scheinbar uneinholbar mit fast sechs Punkten vorn gelegen.  

Aljona Savchenko und Bruno Massot

Die erleichterten Aljona Savchenko und Bruno Massot nach einer perfekten Kür

Als dann auch noch die amtierenden Europameister Jewgenija Tarassowa/Wladimir Morosow (Olympische Athleten aus Russland) einige Fehler in ihrer Kür einbauten, kannte der Jubel bei Savchenko und Massot keine Grenzen. Die Tränen kullerten bei der 34-Jährigen, die im fünften Anlauf bei Olympischen Spielen nun am Ziel ihrer Wünsche ist. Auch Massot, den vor vier Jahren noch niemand kannte, schämte sich seiner Tränen nicht. "Es ist mein Moment. 2018 wird unser Jahr sein, haben wir uns gesagt. Das ist eine beeindruckende Geschichte. Ich bin überglücklich", sagte Savchenko. Massot fügte nach der furiosen Aufholjagd am Donnerstag an: "Gestern war ein harter Tag nach dem Fehler. Von Platz vier zu Gold, das ist unglaublich."

Berliner Paar bleibt auf Platz 16

Annika Hocke und Ruben Blommaert

Die deutschen Paarläufer Annika Hocke und Ruben Blommaert

Das zweite deutsche Paar, die Berlinerin Annika Hocke und Ruben Blommaert aus Oberstdorf, landeten in der Endabrechnung auf Rang 16. Für die jungen Deutschen war das Erreichen der Kür bereits ein großer Erfolg. "Wir nehmen aber viel Motivation für die Zukunft mit. Und wir wissen jetzt noch besser, woran wir in den nächsten Jahren arbeiten müssen", sagte die 17-Jährige Berlinerin, ihr acht Jahre ältere Partner ergänzte: "Unser großer Erfolg war das Kurzprogramm. Das gibt uns viel Motivation."

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

rei/sid | Stand: 15.02.2018, 05:33

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