Überragende Sagitowa neue Eiskunstlauf-Olympiasiegerin

Kürprogramm der Frauen

Überragende Sagitowa neue Eiskunstlauf-Olympiasiegerin

Zwei Jahre dominierte Jewgenija Medwedewa das Eiskunstlaufen. Jetzt fand die 17-Jährige ihre Meisterin. Aus der eigenen Trainingsgruppe in Moskau. Alina Sagitowa zauberte sich auf dem olympischen Eis von Pyeongchang zu Gold.

Die Wachablösung ist perfekt: Alina Sagitowa ist die neue Olympiasiegerin im Eiskunstlauf. Die 15-Jährige verwies nach einer zauberhaften und kämpferischen Kür die amtierende Weltmeisterin Jewgenija Medwedewa wie schon bei der Europameisterschaft auf den zweiten Platz. "Da war viel Druck auf mir und Schenja. Alle Fans erwarteten von uns Athleten aus Russland, ganz oben zu sein", sagte Sagitowa. Die Bronzemedaille sicherte sich mit einem technisch anspruchsvollen Programm die Kanadierin Kaetlyn Osmond, trotz eines Wacklers beim Dreifach-Lutz.

Russische Nation atmet auf

Auf diese Goldmedaille hat eine ganze Nation gewartet. Den Olympischen Athleten aus Russland ist der große Triumph bei diesen Spielen bisher verwehrt geblieben. Doch im Eiskunstlauf der Frauen war Gold fest eingeplant. Und nach der Kurzkür lagen die beiden Topfavoritinnen Sagitowa und Medwedewa bereits mit Vorsprung auf die Konkurrenz auf den Plätzen eins und zwei. Die Frage lautete eigentlich nur, welche der beiden Ausnahme-Eiskunstläuferinnen aus Russland sich die Goldmedaille umhängen wird?

Sagitowa verteidigt Platz eins

Jewgenija Medwedewa und Alina Sagitowa (re.)

Jewgenija Medwedewa und Alina Sagitowa (re.)

Sagitowa musste mit Startnummer 22 vorlegen. Zu Don Quichotte von Leon Minkus gelang dann aber die Dreifach-Kombination nicht, es wurde nur ein Einzelsprung. Doch die 15-Jährige kämpfte und holte die Kombination nach. Dem Dreifach-Lutz ließ sie den Rittberger folgen. Mit 156,65 Punkten lag sie 1,4 Punkte hinter ihrer Bestleistung im Teamwettbewerb. Dann die Weltmeisterin: Medwedewa startete mit einer astreinen Kombination, kämpfte, aber es sollte nicht ganz zu Gold reichen. Die Winzigkeit von 1,31 Punkten machten den Unterschied.


Schott nach fehlerhafter Kür 18.

Nicole Schott absolviert ihr Kürprogramm

Nicole Schott mit Wacklern in der Kür

Nicole Schott konnte ihren guten 14. Platz aus der Kurzkür leider nicht behaupten. Nach dem Kürprogramm zu Schindlers Liste leistete sich die Deutsche Meisterin einige Wackler, was in den Elementen zu Punktabzügen führte. Beim Flip griff sie auf das Eis, die Kombination aus Dreifach-Salchow und Doppel-Toeloop war ebenso nicht fehlerfrei. Am Ende wurde es der 18. Platz. "Ein bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft. Aber es waren ja hoffentlich nicht meine letzten Olympischen Spiele. Ich denke, in vier Jahren werde ich andere Ambitionen haben", sagte die 21-Jährige.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

rei/sid | Stand: 23.02.2018, 06:14

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