Eiskunstlauf - Zauberhafte Sagitowa in Führung

Kürprogramm der Frauen

Eiskunstlauf - Zauberhafte Sagitowa in Führung

Jewgenija Medwedewa hat Gold auf dem olympischen Eis fest eingeplant. Doch bei der Kurzkür hat ihre Landsfrau Alina Sagitowa der aktuellen Weltmeisterin die Show gestohlen. Nicole Schott blieb fehlerfrei und schaffte es locker ins Kürfinale.

Es riecht nach dem ersten Gold für die Olympischen Athleten aus Russland. Medwedewa zauberte eine wunderschöne, fehlerfreie und künstlerisch anspruchsvolle Kurzkür auf das Eis und geht als eine Goldkandidatin in die Entscheidung am Freitag (23.02.2018/2.00 Uhr MEZ). Zur Musik "Nocturne" von Frederic Chopin zeigte die Welt- und Europameisterin von 2016 und 2017, wie schön Eiskunstlauf sein kann. Die Sprünge standen nicht im Mittelpunkt, kamen aber alle spielerisch leicht. 81,61 Punkte bedeuteten eine neue Saisonbestleistung.

Sagitowa kontert Medwedewa

Die russische Eiskunstläuferin Jewgenija Armanowna Medwedewa

Jewgenija Medwedewa in der Verfolgerrolle

Aber dann kam die Europameisterin, die erst 15-jährige Sagitowa. Die Russin wirkte bei ihren Sprüngen und Pirouetten noch einen Tick leichtfüßiger und stellte mit 82,92 Punkten einen neuen Rekord auf. Dritte ist vorerst Vize-Weltmeisterin Kaetlyn Osmond aus Kanada.

Carolina Kostner aus Italien muss dagegen nach einem nicht ganz fehlerfreien Kurzprogramm bereits alle Hoffnungen auf eine Medaille begraben. Die Dritte von Sotschi 2014 liegt mit schon knapp zehn Punkten Rückstand auf dem sechsten Platz.

Couragierter Auftritt von Nicole Schott

Nicole Schott aus Deutschland freut sich

Nicole Schott aus Deutschland freut sich

Was für eine Freude bei Nicole Schott: Die 21-Jährige erkämpfte mit einer fehlerfreien Kurzkür einen respektablen 14. Platz und schaffte locker den Sprung in die Kür der besten 24. Zur Musik "Nella Fantasia" zauberte sie die Elemente Dreifach-Flip und Doppelaxel sicher auf das Eis. Auch die Kombination aus zwei Dreifach-Toeloops gelang.  Am Ende riss Schott die Arme in die Luft und strahlte bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme. 59,20 Punkte waren Saisonbestleistung und fast vier mehr als bei ihrem Team-Auftritt am 11. Februar. Entsprechend zufrieden war die Deutsche: "Endlich ein wirklich gelungenes Kurzprogramm, darauf habe ich schon die ganze Saison gewartet."

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

rei | Stand: 21.02.2018, 06:24

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