Friedrich rast zu Gold im Viererbob

Bob - Vierer

Friedrich rast zu Gold im Viererbob

Francesco Friedrich hat sich die zweite Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang gesichert. Nach dem Sieg im Zweierbob holte sich der Lenker mit seinen drei Mitstreitern auch den ersten Platz im Viererbob.

Zweiter wurde der Südkoreaner Yunjong Won gemeinsam mit dem Deutschen Nico Walther. Die beiden waren am Ende auf die Hundertstel Sekunde zeitgleich.

Es ist das zweite Mal nach Andre Lange und Sandra Kiriasis 2006, dass ein Land bei Winterspielen alle drei Bob-Wettbewerbe für sich entscheiden konnte. Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz hatten bei den Frauen triumphiert. Friedrich zeigte sich im Ziel als Teamplayer: "Glückwunsch auch an die drei Jungs hinter mir, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben." Auch Walther zeigte sich hocherfreut: "Ich bin überglücklich. Das haben wir uns nach dem eher verpatzten Zweierwettbewerb verdient."

Kuske mit Silber zum Karriereende

Eine ganz besondere Silbermedaille war es für Walthers Anschieber Kevin Kuske, der in Südkorea seine Abschiedsvorstellung gab. Kuske hatte bereits vor den Winterspielen in Pyeongchang angekündigt, dass er an diesem Wochenende seine Karriere beenden wird. "Ich freu mich auch für Kevin, der nach Sotschi gesagt hat, ich häng' noch mal vier Jahre dran, um in Südkorea eine Medaille zu gewinnen", meinte Walther.

Mit dem goldenen Abschluss in der Königsklasse und Silber durch Walther haben die Bobpiloten um Cheftrainer René Spies die Schmach von Sotschi mehr als vergessen lassen. "Dass wir mit einem Doppelsieg hier rausgehen, das ist einfach fantastisch", sagte Spies. "Ich weiß, dass wir wieder ganz, ganz hart arbeiten müssen, um sowas in vier Jahren wieder zu wiederholen."

Lochner enttäuscht

Enttäuschend blieb die Vorstellung von Johannes Lochner, der auch am Sonntag hinter den Erwartungen zurückblieb und am Ende Achter wurde.

Friedrich war mit dem im Viererbob komfortablen Vorsprung von 42 Hundertstel Sekunden in den finalen Durchgang gegangen und zeigte auch dort keine Nerven: Sicher legte er seine letzte Fahrt in die schwierige Eisbahn und brachte seinen ersten Rang sicher ins Ziel.

Vorsprung im dritten Lauf ausgebaut

Der nach dem ersten Tag in Führung liegende Friedrich ging am Sonntagmorgen mit seinen drei Mitstreitern als erster Starter in die Bahn im Olympic Sliding Center. Der ehemalige Leichtathlet aus Sachsen lenkte seinen Bob im dritten Lauf auf eine Zeit von 48,76 Sekunden - wie schon in den ersten beiden Durchgängen eine Top-Leistung. Der nach ihm folgende Südkoreaner Yunjong Won fuhr zwar ebenfalls stark, kam aber nur auf eine Zeit von 48,89 Sekunden.

Walther festigt zunächst Rang drei

Der nach zwei Läufen auf Rang drei platzierte Walther steuerte seinen Bob mit 48,90 Sekunden ebenfalls gut, konnte vor dem Finaldurchgang aber keinen Boden auf den vor ihm liegenden Koreaner gut machen. Vielmehr musste er auf den folgenden Kanadier Justin Kripps achten, der aber etwas kriselte. 48,95 Sekunden bedeuteten: Walthers Vorsprung auf die Nachfolgenden wurde größer und war letztlich die Basis für die Silbermedaille.

Lochner, der nach dem ersten Tag zeitgleich mit zwei Konkurrenten auf Rang fünf gelegen hatte, verpatzte für seine Verhältnisse auch Lauf drei und rutschte auf Platz sieben zurück. Letztlich blieb ihm dann sogar nur der achte Rang.

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

oja | Stand: 25.02.2018, 03:33

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