Romed Baumann aus Deutschland im Training bei den Olympischen Spielen

Olympia | Ski Alpin Alpine Rennläufer loben Olympia-Abfahrt in Peking

Stand: 03.02.2022 12:15 Uhr

Die Abfahrtsstrecke bei den Olympischen Winterspielen in Peking ist von etlichen Topfahrern gelobt worden. Die deutschen Fahrer überzeugten im ersten Training.

"Es ist alles drin, was eine moderne Abfahrt braucht", sagte Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich nach dem ersten Training am Donnerstag (03.02.2022): "Ein Flachstück, Sprünge, Steilkurven, hängende Kurven. Es ist ständig was zu tun. Man kann sich nie ausruhen."

Auch der Schweizer Beat Feuz findet die Strecke "sehr schön". Der Österreicher Matthias Mayer, der 2014 Olympia-Gold in der Abfahrt und 2018 im Super-G gewann, nannte sie "lässig".

Bislang nur "Video-Training" möglich

Bislang hatten die Skirennfahrer die nagelneue Piste auf dem Xiaohaituo Mountain in Yanqing nur von Videos und Bildern oder dem Blick aus der Gondel gekannt. Bis zum Rennen am Sonntag stehen noch zwei weitere Trainingsläufe am Freitag und Samstag auf dem Programm.

Der deutsche Hoffnungsträger Romed Baumann hat auf dem knapp drei Kilometer langen Kurs eine "erste Schlüsselstelle am Super-G-Start" ausgemacht, "wo man richtig raus muss bis zum Netz". Teilweise fahre man wie bei einem "weit gesetzten Super-G, immer Schwung auf Schwung", sagte Baumann: "Aber es macht Spaß. Sie haben bei der Kurssetzung richtig mit dem Gelände gespielt. Es ist eine eigenständige Abfahrt. Sie haben nicht versucht, etwas zu kopieren."

Auch die Schneeverhältnisse wurden allseits gelobt. Ein Problem könnte allerdings der Wind werden - vor allem im oberen Streckenbereich unterhalb des Starts auf 2.179 Metern Höhe.

Deutsche überzeugen im Training

Die deutschen Skirennfahrer haben indes das erste Abfahrtstraining mit zwei Top-Ten-Plätzen abgeschlossen. Simon Jocher als Sechster und Romed Baumann als Achter bescherten dem Deutschen Skiverband einen guten Einstand. "Ich hatte Spaß von oben bis unten. Allerdings ist auch jeder noch vorsichtig gefahren und hat sich das ein bisschen angeschaut", sagte der 25 Jahre alte Jocher.

Die übrigen DSV-Starter, Josef Ferstl, Dominik Schwaiger und Andreas Sander, belegten die Ränge 14, 20 und 22.

In Yanqing strebt das deutsche Alpin-Quintett nach der ersten olympischen Abfahrts-Medaille seit 1964. Da in jeder Disziplin nur vier Athleten pro Nation starten dürfen, entscheidet eine interne Ausscheidung über das Starterfeld beim Rennen am Sonntag.