Natalie Geisenberger auf der Bahn in Peking

Olympia | Rodeln Schrecksekunde nach Sturz für Rodlerin Geisenberger

Stand: 06.02.2022 05:19 Uhr

Erst Sturz, dann Bestzeit: Rodlerin Natalie Geisenberger hat am Sonntag ein turbulentes Abschlusstraining hingelegt.

Die viermalige Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger ist im Abschlusstraining am Sonntag (06.02.2022) gestürzt. Nach zuvor vier Bestzeiten patzte sie im fünften Trainingslauf in Kurve 13 der anspruchsvollen Bahn im Sliding Centre Yanqing. Sie blieb aber unverletzt und rodelte im letzten Trainingslauf prompt wieder die Bestzeit.

Sturz wieder in Kurve 13

"Die Kurve 13 war komplett mit Segeln zugehangen, da hat man dann keine Orientierung, da tue ich mich komplett schwer. Und vom November her habe ich da noch einen Unsicherheitsfaktor drin, deswegen habe ich mich mal kurz auf die Seite gelegt", sagte Geisenberger, die am Vortag an ihrem 34. Geburtstag noch vor der Schlüsselstelle gewarnt hatte: "In der Kurve 13 ist es für mich immer so ein bisschen Luft anhalten." Schon beim Weltcup im November war die erfahrene Rodlerin auf der Olympia-Bahn gestürzt.

Taubitz zwischen Top und Flop

Weltcup-Gesamtsiegerin Julia Taubitz aus Oberwiesenthal legte am Sonntag einmal Bestzeit hin und patzte dann im letzten Lauf, wo sie nur 19. wurde. "Ein Lauf top, ein Lauf Flop, aber ich kann optimistisch ins Rennen gehen", sagte Olympia-Debütantin Taubitz vor den ersten zwei Rennläufen an diesem Montag. Anna Berreiter aus Berchtesgaden fuhr jeweils auf Platz zwei und feierte ebenfalls Premiere. "Es war ganz okay mit Luft nach oben. Ich werde versuchen, lange wach zu bleiben und morgen etwas länger schlafen, damit ich am Abend fit bin", sagte Berreiter.

Rodel-Entscheidung nächste Woche

Anders als im Weltcup fällt die Entscheidung bei Olympia nach vier Läufen. Die ersten beiden Rennen starten am Montag (12.50 Uhr/MEZ). Einen Tag später wird dann zur gleichen Zeit die Olympiasiegerin gekürt.