Rodlerin Natalie Geisenberger beim Training in Peking

Olympia | Rodeln Geburtstag und Bestzeit - Rodlerin Geisenberger auf Wolke sieben

Stand: 05.02.2022 09:40 Uhr

Rodlerin Natalie Geisenberger hat sich an ihrem 34. Geburtstag selbst beschenkt: Die viermalige Olympiasiegerin war im Training unschlagbar und geht als Top-Favoritin auf Gold ins Rennen. Die größte Konkurrenz kommt aus dem "eigenen Stall".

Erleben wir wieder goldene deutsche Rodel-Festspiele? Die Trainingsleistungen im gigantischen Eiskanal von Yanqing deuten darauf hin. Die viermalige Olympiasiegerin Natalie Geisenberger fuhr am Samstag (05.02.2022) in den Trainingsläufen drei und vier jeweils Bestzeiten.

Geisenberger: "Luft anhalten in Kurve 13"

Und das an ihrem 34. Geburtstag. Die ersten Glückwünsche gab es von Ehemann Markus. "Mein Mann ist in der Heimat länger aufgeblieben, ich hatte heute früh um 6.10 Uhr Dopingkontrolle, da hat sich das ganz gut ergeben", sagte die Bayerin, die bislang zufrieden mit ihrem Auftritt ist. Schon bei der ersten Trainingseinheit am Freitag hatte sie als jeweils Schnellste überzeugt.

Den Sturz Mitte November beim Weltcup und der Olympia-Generalprobe auf der Bahn in Yanqing hat sie verarbeitet, gibt aber zu: "In der Kurve 13 ist es für mich immer so ein bisschen Luft anhalten. Es war die Stelle, wo ich gestürzt bin. Wenn ich da viermal sauber durchkomme, dann ist man vorne dabei."

Taubitz als Zweite nicht ganz zufrieden

Auf Medaillenkurs rodelt auch die Weltcup-Gesamtsiegerin Julia Taubitz aus Oberwiesenthal, die in beiden Läufen hinter Geisenberger jeweils auf Rang zwei fuhr. "Ein paar Fehlerchen habe ich immer mit reingebaut. Es gibt noch Platz für Verbesserungen, ich muss mich besser mit Kurve 13 befassen. Da passt es noch nicht ganz so", sagte Taubitz und ergänzte: "Alle Karten werden erst zum Rennen aufgelegt. Trainingszeiten kann man nicht immer so miteinander vergleichen."

Rodel-Entscheidung nächste Woche

Anders als im Weltcup fällt die Entscheidung bei Olympia nach vier Läufen. Die ersten beiden Rennen starten am Montag (12.50 Uhr/MEZ). Einen Tag später wird dann zur gleichen Zeit die Olympiasiegerin gekürt.