Olympia | Schlussfeier Olympische Winterspiele in Peking beendet

Stand: 20.02.2022 15:30 Uhr

Mit einer farbenfrohen Schlussfeier in Peking sind die XXIV. Olympischen Winterspiele in China zu Ende gegangen. IOC-Präsident Thomas Bach erklärte diese "wahrhaft außergewöhnlichen" Spiele für beendet.

Die Olympischen Winterspiele in Peking sind Geschichte, die olympische Flamme ist erloschen. IOC-Präsident Thomas Bach beendete am Sonntag die XXIV. Spiele. Gleichzeitig rief er die "Jugend der Welt“ auf, sich zu den XXV. Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo/Italien einzufinden.

Um 21.31 Uhr Ortszeit sprach Bach die traditionelle Schlussformel im Olympiastadion der chinesischen Hauptstadt Peking.

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Fahnenträger Margis führt deutsches Team an

Für die deutsche Mannschaft, die nach 109 Wettbewerben mit zwölfmal Gold, zehnmal Silber und fünfmal Bronze im Medaillenspiegel Platz zwei hinter Norwegen belegte, trug Bob-Anschieber Thorsten Margis die Fahne zu den Klängen von "Freude schöner Götterfunken", Beethovens 9. Sinfonie "Ode an die Freude", ins Stadion.

Bob-Anschieber Thorsten Margis trägt die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Peking

Im "Vogelnest" wurde eine vom chinesischen Regisseur Zhang Yimou arrangierte Zeremonie unter dem Motto "Together for a shared future" zelebriert. Diese griff die Symbolik der Eröffnungsfeier wieder auf. Das wechselnde Spiel mit Licht und Schnee zog sich durch die knapp 100-minütige Show. Die Stimmung im Stadion wirkte unbeschwerter als bei der Eröffnung. Wie schon bei der Eröffnung war auch Chinas Präsident Xi Jinping unter den Tribünengästen.

Letzte Siegerehrungen

Traditionell wurden im Stadion auch die letzten Medaillen der Spiele vergeben - für die Langläufer und Langläuferinnen über die lange Distanz.

Mit dem Symbol der Weidenrute wurden die Olympioniken verabschiedet. Dies sollte nach Angaben der Organisatoren auch als Anspielung auf ein Aufblühen nach der Corona-Pandemie verstanden werden.

Bach verneigt sich vor China - Demut statt Kritik

Thomas Bach verbeugte sich noch einmal demütig vor China, nach 16 gespenstischen Tagen, in denen er den kritischen Themen dieser umstrittenen Olympischen Winterspiele ausgewichen war wie einst als Fechter den Attacken auf der Planche. Kein Wort der Kritik an der Menschenrechtspolitik des Gastgeberlandes. Stattdessen dankte er den Gastgebern dafür, dass sie dem olympischen Geist "diese Bühne so hervorragend bereitet haben".

IOC-Präsident Thomas Bach bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Peking

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In seiner Rede ging Bach auf die Coronapandemie ein und forderte die gerechte Verteilung von Impfstoffen. Vor dem Hintergrund internationaler Konflikte mahnte der 68-Jährige die politischen Spitzen in aller Welt, sich ein Beispiel an "Solidarität und Frieden" unter den Athleten zu nehmen.

Diplomatischer Boykott überschattete die Spiele

Die Spiele waren überschattet von einem diplomatischen Boykott - angeführt von den USA, Kanada, Großbritannien und Australien, die keine politischen Vertreter zur Eröffnung und Schlussfeier schickten. Das Vorgehen wurde mit Menschenrechtsverstößen, der Unterdrückung der Opposition in Hongkong, der Verfolgung von Minderheiten und dem Säbelrasseln gegenüber Taiwan begründet. Auch Deutschland entsandte keine Vertreter, wollte aber nicht von einem Boykott sprechen.

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