Erin Jackson freut sich nach dem Rennen

Olympia | Eisschnelllauf Eisschnelllauf: Erin Jackson schreibt Gold-Märchen über 500 Meter

Stand: 13.02.2022 15:54 Uhr

Die US-Amerikanerin Erin Jackson hat als erste schwarze Frau eine Goldmedaille im Eisschnelllauf gewonnen. Die 29-Jährige aus Florida distanzierte über die 500-Meter-Distanz die gesamte Konkurrenz.

Von Wolfram Porr

Für Erin Jackson, die 15 Jahre lang im Inline-Speedskating an den Start ging und erstmals im Winter 2016/2017 auf Schlittschuhen stand, geht mit dem Olympiasieg ein kleines Märchen in Erfüllung. Sie krönte ihre Karriere in Peking mit olympischem Gold.

In ihrem Duell gegen die Polin Kaja Ziomek legte sie eine Fabel-Startzeit hin und gewann im National Speed Skating Oval in 37.04 Sekunden deutlich. Im Ziel war sie noch einmal 0,08 Sekunden schneller als die bis dahin führende Japanerin Miho Takagi, die letztlich Silber gewann. Bronze ging an die amtierende 500-m-Weltmeisterin Angelina Golikowa aus dem Team des Russischen Olympischen Komitees (ROC).

Zweites Silber für Takagi in Peking

Miho Takagi holte bei diesen Spielen bereits ihre zweite Silbermedaille. Über die 1.500 Meter war sie als Favoritin ins Rennen gegangen und am Ende etwas enttäuscht über Platz zwei. Über Silber im Sprint freute sich die 27-Jährige, die vor vier Jahren in Pyeongchang in der Teamverfolgung auch schon Olympiasiegerin geworden war, riesig.

Miho Takagi während eines Rennens

Die japanische Eisschnellläuferin Miho Takagi

Für Angelina Golikowa war es dagegen die allererste olympische Medaille, und das mit 30 Jahren. Deutsche Läuferinnen waren im 30-köpfigen Feld der Sprinterinnen nicht am Start.

Startplatz von Teamkollegin "geerbt"

Für die USA war es das sechste Gold bei den Spielen in Peking. Was Erin Jacksons Sieg noch märchenhafter macht: Die Tatsache, dass sie in Peking teilnehmen durfte, verdankt sie einer Sonderregelung: Sie hatte nämlich die interne Qualifikation in den USA nach einem Ausrutscher eigentlich verpasst. Siegerin Brittany Bowe trat den ihr zustehenden Startplatz aber ab. Bowe war in Peking dank eines Quotenplatzes trotzdem dabei und belegte in 38,04 Sekunden Rang 16.