Zweiter Dopingfall im russischen Olympiateam

Bobverband und Delegation bestätigen positive Doping-Probe

Zweiter Dopingfall im russischen Olympiateam

Wieder ein Dopingfall bei den Winterspielen - und wieder wurde ein Mitglied aus dem Team "Olympische Athleten aus Russland" erwischt. Der russische Bobverband und die Delagtion der "Olympischen Athleten aus Russland" bestätigten eine positive Probe bei einer Bobpilotin.

Bei den Winterspielen in Pyeongchang gibt es den nächsten Dopingfall. Die russische Bobpilotin Nadeschda Sergejewa wurde positiv auf ein verbotenes Mittel getestet.

Bobverband und russische Delegation bestätigen positive Probe

Der russische Bobverband bestätigte den Fall früh: Präsident Alexander Subkow sagte der russischen Zeitung "Sport Express", dass in Sergejewas Dopingprobe vom 18. Februar nicht erlaubte Substanzen gefunden wurden. In einem weiteren Test fünf Tage vorher sei sie noch sauber gewesen. "Der Bob-Verband Russlands und die Athletin selbst sind sich des Ausmaßes ihrer Verantwortung und der Auswirkungen des Vorfalls auf das Schicksal des gesamten Teams bewusst", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

Am Freitagabend (Ortszeit) bestätigte auch die Delegationsleitung der "Olympischen Athleten aus Russland" (OAR) den Dopingverstoß. Sergejewa sei positiv auf das verbotene Stimulanzium Trimetazidin getestet worden, das sie über das Herz-Medikament Preductal eingenommen haben soll. Sergejewa wurde zusammen mit Anschieberin Anastasia Kocherschowa in der Zweierbob-Konkurrenz am Mittwoch (21.02.2018) Zwölfte.

Zweiter Dopingfall im russischen Team

Sollte der Dopingfall mit der B-Probe durch den zuständigen Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt werden, hätte das Team der "Olympischen Athleten aus Russland" den zweiten Dopingfall. Überführt wurde bereits der Curler Alexander Kruschelnizki, der im Mixed-Wettbewerb Bronze gewonnen hatte. Bei Kruschelnizki wurde das seit 2016 verbotene Herzmittel "Meldonium" entdeckt.

Die B-Probe soll am Samstag ausgewertet werden. Das bestätigte eine in den Fall involvierte, namentlich nicht genannte Quelle der Nachrichtenagentur AFP.

Frust bei der russischen Delegation

Die Russen sind sich über die Tragweite der neuesten Verfehlung im Klaren, im Team machte sich Resignation breit. "Leider zeugt dieser Fall von der Fahrlässigkeit der Sportlerin. Ich kann sagen, dass sie uns alle enttäuscht hat", sagte Stanislaw Posdnyakow, der Delegationsleiter der "Olympischen Athleten aus Russland" der Zeitung "Sport-Express". Auf die Frage, wie sich der Fall auf die IOC-Entscheidung auswirken werde, dass die russischen Sportler bei der Abschlussfeier möglicherweise unter eigener Flagge einlaufen könnten, antwortete Posdnyakow: "Es wird sicherlich kein Punkt zu unserem Vorteil sein."

Vom 05. bis 28. Februar berichten wir im ARD-Hörfunk, im Ersten und den Dritten Programmen ausführlich über die Olympischen Spiele.

dh/sid | Stand: 23.02.2018, 17:45

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