"Besondere Gefühle" - Deutsches Olympiateam wieder zuhause

Rückkehr aus Pyeongchang

"Besondere Gefühle" - Deutsches Olympiateam wieder zuhause

Heldenempfang in Frankfurt: Das deutsche Olympia-Team ist am Nachmittag in Frankfurt gelandet und präsentiert seine stolze Medaillenausbeute noch am Flughafen.

Überpünktlich um 16.41 Uhr setzte der Airbus 380 der Lufthansa aus Seoul in Frankfurt auf. Ein Großteil des deutschen Olympia-Teams kehrte nach den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang zurück. Insgesamt waren rund 190 Sportler, Trainer und Funktionäre an Bord - darunter auch zahlreiche Olympiasieger.

Dahlmeier, Frenzel, Ehrhoff, Lölling führen Team an

Angeführt von Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, dem dreifachen Kombinations-Medaillengewinner Eric Frenzel, Eishockey-Silbermedaillengewinner Christian Ehrhoff und Skeleton-Silbermedaillengewinnerin Jaqueline Lölling wurde das deutsche Team von mit viel Beifall von den Wintersportfans empfangen. Nach fast elf Stunden Flug etwas geschafft aber stolz und freudig präsentierten die Medaillengewinner ihr Edelmetall. Und egal ob Podestplatz oder nicht - von ihren Familien und Freunden wurden alle glücklich in die Arme genommen.

Bilder von der Ankunft des deutschen Olympiateams

Ein Mann hält nach der Landung der Lufthansa-Maschine LH713 mit mehr als 150 Sportlern, Trainern und Funktionären an Bord eine Deutschlandfahne aus einer Luke im Cockpit

Nach knapp elf Stunden in der Luft: Flugzeug und Sportler sind sicher in Frankfurt gelandet. Ein Crew-Mitglied hält auf dem Rollfeld eine Fahne aus dem Flieger mit der wertvollen Fracht.

Nach knapp elf Stunden in der Luft: Flugzeug und Sportler sind sicher in Frankfurt gelandet. Ein Crew-Mitglied hält auf dem Rollfeld eine Fahne aus dem Flieger mit der wertvollen Fracht.

"Team Deutschland kommt an" - noch auf der Gangway und auf dem Rollfeld freuen sich die Athleten mit einem Transparent über die Ankunft.

Selfie der Fahnenträger: Doppel-Olympiasieger Eric Frenzel (Mitte) und Eishockey-Held Christian Ehrhoff (re.) lachen in die Kamera. Frenzel trug die Fahne bei der Eröffnung, Ehrhoff bei der Abschlussfeier.

Jubel auch bei Spielern der Eishockey-Nationalmannschaft. Die Cracks waren sensationell ins Finale eingezogen und hatten dort Silber gewonnen.

Ein paar hundert Fans waren zum Flughafen geströmt, um u.a. mit Eishockey-Nationalspieler David Wolf Selfies zu machen.

Auch die Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot flogen mit. Mit einer berührenden Kür waren die beiden die Gold gelaufen. Nach dem Überraschungs-Sieg holte sich erst Savchenko eine Erkältung und später Massot - weshalb beide das Schaulaufen am Abschlusstag absagen mussten.

Gold gab es auch für die Rennrodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt, die hier ebenfalls ihre Medaillen zeigen und von Fans umringt sind.

Begrüßt wurden Wendl (li.) und Tobias Arlt (re.) auch von Trimmy, dem Maskottchen des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Eine besondere Begrüßung gab es für Eishockey-Nationaltorhüter Dennis Endras, dessen Zwergpinscher Tia sogar mit Medaille dekoriert ist.

Glücklich im Kreis der Familie: Eishockey-Nationalspieler Christian Ehrhoff.

Bob-Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (re.) mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Candy Bauer (von rechts nach links). Mit Margis fuhr Friedrich im Zweier und Vierer zu Gold, mit Grothkopp und Bauer im Vierer.

Auf geht's nach Hause - dort warten auf die Sportler sicher noch viele weitere freudige Empfänge.

Dahlmeier: "Besondere Gefühle"

"Die letzten Minuten waren der Wahnsinn", staunte Lölling in der ARD. "Eine herrliche Stimmung", freute sich Frenzel. Dahlmeier lachte ins Mikrofon: "Es ist schön, nach Hause zu kommen. Wir haben dem entgegengefiebert. Es sind besondere Gefühle, besonders, wenn man bei Olympia so erfolgreich war." Ehrhoff, der mit dem deutschen Eishockey-Team sensationell bis ins Finale kam, strahlte: "Es macht uns sehr glücklich, dass wir die Leute zu Hause mitreißen konnten." Rückblickend auf die Final-Niederlage am frühen Sonntagmorgen (MEZ) sagte er: "Die Enttäuschung hat am Anfang überwogen. Wenn man eine Hand am Gold hat und kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert, ist das schlimm. Jetzt freuen wir uns aber, dass wir hier stehen."

Hörmann: "Motivation und Verpflichtung"

Begrüßt wurde die Delegation von hochrangigen Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft. Staatstragende Worte fand dann auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Das Ergebnis von Pyeongchang stellt eine Motivation und Verpflichtung dar. Wir haben die Weichen so zu stellen, dass Sportdeutschland auch künftig solche Kapitel schreiben kann", sagte der Allgäuer. Für Snowboard-, Freestyle- und weitere so genannte "junge Sportarten" kündigte er Verhandlungen mit dem Bundes-Innenminister um größere Zuwendungen an: "Da haben wir Nachholbedarf. Das wollen und werden wir anpacken. Aber dafür bedarf es der notwendigen Mittel."

Reiche Medaillenausbeute

Für Deutschland waren es die erfolgreichsten Winterspielen seit der Wiedervereinigung. Insgesamt gewannen die Athleten von "Team D" in Südkorea 31 Medaillen, davon 14 goldene. Damit verpasste TeamD im Duell mit Norwegen nur knapp Platz eins im Medaillenspiegel.

sst/dh | Stand: 26.02.2018, 17:19

Darstellung: