Gold, Geld, Glück - Das bekommen Olympia-Medaillengewinner

Siegerehrung der Biathlon Mixed-Staffel

Prämien für Medaillengewinner

Gold, Geld, Glück - Das bekommen Olympia-Medaillengewinner

Die Olympischen Spiele sind Geschichte und die Konten der Medaillengewinner voller. Okay, nicht von allen. Die Norweger gehen leer aus, dafür lohnt sich eine Medaille für italienische Sportler so richtig. Da könnte der Fairplay-Gedanke schon mal in den Hintergrund rücken.

Es war eine der wenigen unsportlichen Szenen der Olympischen Spiele: Im Biathlon-Mixed-Rennen wechselt der Italiener Dominik Windisch auf der Ziellinie in einem extra abgesteckten Korridor die Seite, bremst damit Arnd Peiffer aus und sichert Bronze für die italienische Mannschaft. Italien jubelt über Platz drei und viel Geld. Windisch wäre wohl auch ohne den spontanen Fahrbahnwechsel schneller gewesen, so bleibt ein fader Beigeschmack.

Italien - Olympiasieger bekommt 150.000 Euro

Sofia Goggia jubelte nach der olympischen Abfahrt der Frauen

Sofia Goggia jubelte nach der olympischen Abfahrt der Frauen

Die Azzuri sind spendabel mit ihren Medaillengewinnern. 150.000 Euro gibt’s sofort, in den kommenden vier Jahren je 30.000 Euro. Die Olympiasieger Sofia Goggia (Ski alpin), Michaela Moioli (Snowboard-Cross) und Adriana Fontana (Shorttracker) standen ganz oben auf dem Thron und haben jetzt ein volles Konto. Für Silber und Bronze (u.a. die Mixed-Staffel) gibt es ähnliche Regelungen mit etwas weniger Geld.

Letten und Litauer verpassen Geldsegen

Ein lettischer Olympiasieger hätte 140.000 Euro bekommen, ein Litauer 115.800 Euro und ein Auto. In Pyeongchang schaffte es von diesen beiden Nationen keiner ganz nach oben auf das Podium.

20.000 Euro für den Olympiasieg

Fabian Rießle, Johannes Rydzek und Eric Frenzel jubeln (v.l.n.r.)

Fabian Rießle, Johannes Rydzek und Eric Frenzel jubeln (v.l.n.r.)

Deutlich weniger bekommt ein Olympiasieger aus Deutschland (20.000 Euro für Gold). Weil TeamD ordentlich abräumte, kamen insgesamt 750.000 Euro zusammen, die die Deutsche Sporthilfe für die Erfolge der von ihr geförderten Athleten ausgeben wird. Prämiert werden nicht ausschließlich Olympiasieger. Medaillen-Gewinner sowie die Plätze vier bis acht werden prämiert und zwar so: Gold 20.000 Euro, Silber 15.000 Euro, Bronze 10.000 Euro, Platz vier 5.000 Euro, Platz fünf 4.000 Euro, Platz sechs 3.000 Euro, Platz sieben 2.000 Euro, Platz acht 1.500 Euro. Von den Boni für Joachim Löws Fußballer können die deutschen Wintersportler nur träumen. Manuel Neuer & Co. bekommen im Falle einer Titelverteidigung bei der WM in Russland pro Mann 350.000 Euro.

Prämien für Teamerfolge noch offen

Hat ein Athlet mehrere Medaillen gewonnen,  wie Biathletin Laura Dahlmeier, die Nordischen Kombinierer um Eric Frenzel und Johannes Rydzek oder die erfolgreichen Rodler und Bobfahrer, wird nur der größte Erfolg einfach prämiert. Prämien für Mannschafts- und Staffel-Erfolge orientieren sich an der Aufteilung. Sie werden jedoch gesondert durch den Gutachterausschuss der Deutschen Sporthilfe in seiner nächsten Sitzung am 2. März 2018 entschieden, erst dann wird die finale Prämiensumme feststehen.

Skandinavier gehen leer aus

Johannes Kläbo

Johannes Kläbo bekommt für seine Siege kein Geld vom Verband

Die schwedischen Sportler wissen schon, was sie bekommen: Außer Ruhm, Umarmungen und den vor allem immateriell wertvollen Medaillen nichts. Bei den Sommerspielen in Rio verschenkte das schwedische Komitee nur die Olympia-Maskottchen. Auch die Norweger zahlen ihrem neuen Langlauf-Superstar Johannes Kläbo und den anderen Medaillengewinnern kein Geld. Sie können sich im nächsten Jahr für ein Sport-Stipendium von bis zu 12.000 Euro empfehlen. Allerdings reduziert sich das Geld, wenn der Athlet mehr als 50.000 Euro pro Jahr verdient - und das machen die norwegischen Spitzensportler fast alle.

Eine Million - aber kein Luxusleben

15000 Won liegen neben einem Kassenbon auf einem Tisch

15000 Won liegen neben einem Kassenbon auf einem Tisch

Eine Million pro Monat bekommen - und das ein Leben lang bekommen die fünf südkoreanischen Olympiasieger um Shorttracker Hyojun Lim für einen Olympiasieg. Das reicht aber nicht um für immer die Beine hochzulegen. Eine Million Won sind umgerechnet nur 747 Euro...

sst/dpa/sid | Stand: 26.02.2018, 16:39

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