Antreten für Olympia - Erste Sportler eingekleidet

Die Rennrodler Tobias Wendl (l) und Tobias Arlt holen ihre Olympia-Kleidung ab.

Einkleidung in München

Antreten für Olympia - Erste Sportler eingekleidet

Langsam wird's ernst und beginnt zu kribbeln: 30 Tage sind es bis zum Start der Winterspiele in Südkorea noch. In München bekamen die ersten deutschen Sportler ihre Olympia-Kleidung.

Statt bunter und schriller Sachen landen Anfang Februar gedeckte Töne in den Koffern der deutschen Olympia-Teilnehmer. Die Jacken für die Eröffnungsfeier sind beispielsweise beige und grün. Die Ausrüstung umfasst insgesamt 63 Teile.

Einkleidung in München

Am Donnerstag wurden die ersten Athleten in München eingekleidet. Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot waren die ersten Athleten, die ihr Outfit abgeholt haben. "Die Spannung steigt, man spürt, es kommt näher und näher", sagte Savchenko, die bei den Spielen 2010 und 2014 jeweils Olympia-Bronze gewann. Bei der ersten von insgesamt vier Einkleidungen waren auch die Eisschnellläufer um die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein sowie die Rodler um die mehrmaligen Olympiasieger Natalie Geisenberger und Felix Loch dabei. Der Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig und Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, holten sich ihre Kleidung für die Winterspiele vom 9. bis 25. Februar ebenfalls schon ab.

Bis zum 22. Januar werden bei drei folgenden Einkleidungen in München die weiteren Olympia-Athleten ihre Sachen für Südkorea bekommen. Insgesamt rechnet der DOSB mit rund 180 deutschen Olympia-Startern.

Sotschi-Ergebnis als Messlatte

Am Rande der Einkleidung äußerte sich Hörmann auch zur Zielstellung und erklärte: "Eine Medaillen-Vorgabe gibt es nicht, doch das Ergebnis von Sotschi plus X soll die Messlatte sein. Die Vorbildfunktion des Team Deutschland ist aber genauso wertvoll und wichtig." Vor vier Jahren gewann Deutschland 19 Medaillen, hatte aber mit rund 30 Edelplaketten gerechnet.

Thema in: Deutschlandfunk, 11.01.2018, 22.50 Uhr

Olympia-Outfits der deutschen Mannschaft seit 1992

Die Deutsche Wintersportmannschaft war modisch schon immer ganz weit vorne. Wir haben frühere Outfits rausgesucht und sind dabei auf das ein oder andere echte Highlight gestoßen.

Olympia Outfits 1992 Albertville

In diesen Outfits lief die deutsche Olympiamannschaft bei den Spielen 1992 in Albertville ein. Man sieht, dass die 80er-Jahre noch nicht lange vorbei waren ...

In diesen Outfits lief die deutsche Olympiamannschaft bei den Spielen 1992 in Albertville ein. Man sieht, dass die 80er-Jahre noch nicht lange vorbei waren ...

... und so sahen die edlen Fummel von etwas näher aus. Mark Kirchner (links) und Ricco Gross konnten es tragen.

Die Wettkampfkleidung hingegen, wie hier bei Gunda Niemann-Stirnemann, könnte auch heute noch so ähnlich im Eisstadion getragen werden.

Nur zwei Jahre später präsentierte sich das deutsche Team wie hier mit den Bobfahrern Alexander Szelig, Karsten Brannasch, Harald Czudaj und Olaf Hampel (von links) in Lillehammer im Zebra-Look.

Der Trend setzte sich auch bei den Athletinnen und Athleten der alpinen Skisportarten durch, wie hier bei Martina Ertl.

Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano war ebenfalls weiß die dominierende Farbe beim deutschen Team.

Die Outfits im Wettkampf waren hingegen schon etwas farbenfroher. Der Biathlonstaffel mit Uschi Disl, Martina Zellner, Katrin Apel und Petra Behle (v.l.) brachte es jedenfalls Glück.

Vier Jahre später in Salt Lake City waren dann die Präsentationsoutfits wieder mit mehr Farbe versehen. Die Cowboy-Hüte gehörten nicht zur offiziellen Ausstattung sondern dürften eher eine Idee der deutschen Langlaufstaffel mit Manuela Henkel, Viola Bauer, Evi Sachenbacher und Claudia Künzel (v.l.) gewesen sein.

Die Snowboard-Fahrer Metti Behounek, Heidi Renoth und Markus Ebner (v.l.) sind in diesem Look bei Olympia 2002 an den Start gegangen.

Die Einlaufbekleidung für die Olympischen Spiele 2006 in Turin wurde in den Farben grün, orange und weiß gehalten. Maria Höfl-Riesch und Felix Neuruther schien es jedenfalls zu gefallen.

Im Jahr 2010 in Vancouver präsentierten sich die Athletinnen und Athleten des DOSB in Weiß und Gelb, wie bei der Präsentation mit Fahnenträgerin Viktoria Rebensburg zu sehen.

Sehr ... nun, sagen wir auffällig, waren die Outfits der Deutschen Olympiamannschaft für die Spiele im russischen Sotschi. Aber Benedikt Mayr (vorne rechts) und Monique Angermüller (vorne links) hatten ihren Spaß mit dem Regenbogen-Look.

Statt bunt und schrill tragen die deutschen Sportler in Südkorea gedeckte Töne. Die Jacken für die Eröffnungsfeier sind beispielsweise beige und grün. "Es trägt sich sehr bequem, von außen sehr glatt und schnell. Immer gut für einen Sportler", sagte Eric Frenzel, einer der Goldkandidaten in der Nordischen Kombination.

sst/dpa/sid | Stand: 11.01.2018, 09:16

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