Das waren die Weltmeister 2017

Das waren die Weltmeister 2017

Johannes Rydzek und Marit Björgen waren die Abräumer der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti. Kombinierer Rydzek dekorierte sich mit vier Goldmedaillen - mehr ging nicht. Unsere Weltmeistergalerie aus Lahti.

Johannes Rydzek

Johannes Rydzek (Deutschland) - 4 x Gold

Vier Starts - vier Goldmedaillen. Dieses Kunststück ist Johannes Rydzek als erstem Kombinierer überhaupt gelungen. Der Oberstdorfer rockte die Weltmeisterschaft und war der überragende Athlet auf der Schanze und in der Loipe. Bei seinem Einzelsieg von der Großschanze holte er im 10-km-Rennen eine Minute Rückstand auf. Im Teamsprint mit Eric Frenzel hängte er die Norweger, die wie eine Klette an den Deutschen klebten, 200 Meter vor dem Ziel ab. Im Schlussspurt ist gegen den temperamentvollen Rydzek kein Kraut gewachsen.

Johannes Rydzek (Deutschland) - 4 x Gold

Vier Starts - vier Goldmedaillen. Dieses Kunststück ist Johannes Rydzek als erstem Kombinierer überhaupt gelungen. Der Oberstdorfer rockte die Weltmeisterschaft und war der überragende Athlet auf der Schanze und in der Loipe. Bei seinem Einzelsieg von der Großschanze holte er im 10-km-Rennen eine Minute Rückstand auf. Im Teamsprint mit Eric Frenzel hängte er die Norweger, die wie eine Klette an den Deutschen klebten, 200 Meter vor dem Ziel ab. Im Schlussspurt ist gegen den temperamentvollen Rydzek kein Kraut gewachsen.

Maiken Caspersen Falla (Norwegen) - 3 x Gold

Neben Björgen glänzte auch Maiken Caspersen Falla in Gold. Drei Mal lief die Norwegerin auf das oberste Siegertreppchen und geht zudem als erste Titelträgerin bei den 51. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in die Geschichte ein. Die Olympiasiegerin aus Norwegen setzte sich im Freistil-Sprint klar durch. Im Teamsprint mit Heidi Weng und in der Staffel war sie außerdem efolgreich auf Goldjagd.

Stefan Kraft (Österreich) - 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze

Skispringer Stefan Kraft hat in Lahti Sportgeschichte geschrieben. Als erster Österreicher überhaupt gewann der 23-jährige Salzburger beide Einzel-Wettbewerbe, dazu im Mixed Silber und zum Abschluss mit dem Team Bronze. Bei seinen Goldmedaillen hatte er auch das Glück des Tüchtigen. Andreas Wellinger lag jeweils nur hauchdünn dahinter. Vier Podestplätze bei einer WM hatten vor Kraft nur Martin Schmitt (2001), Thomas Morgenstern (Österreich/2011) und Rune Velta (Norwegen/2015) geschafft.

Eric Frenzel (Deutschland) - 2 x Gold, 1 x Silber

Zwei Goldmedaillen (Staffel, Teamsprint) und einmal Silber bringt Eric Frenzel (l.) aus Lahti mit. Trotzdem stand der erfolgreichste Kombinierer der letzten Jahre, der in dieser Saison seinen fünften Gesamtsieg in Folge verbuchen will, bei der WM im Schatten des überragenden Johannes Rydzek (r.). Dabei strickte auch der Olympiasieger weiter an seinem Legendenstatus. Zwei Titel holte Frenzel, gewann als erster Kombinierer Gold bei vier Weltmeisterschaften.

Sergei Ustjugow (Russland) - 2 x Gold, 2 x Silber

Gold im Skiathlon, Gold im Teamsprint, Silber im Sprint und auf dem langen Kanten über 50 Kilometer - der Tour-de-Ski-Sieger ist der erfolgreichste Langläufer bei der WM. Auch über die 15 Kilometer war Ustjugow ein heißer Medaillenkandidat. Die Konkurrenz dürfte aufgeatmet haben, als sein Verzicht bekannt wurde.

Heidi Weng (Norwegen) - 2 x Gold, 1 x Silber

Die Norwegerin Heidi Weng ist im Damen-Langlauf der Shootingstar. Trotz des Rummels um ihre Person bleibt die Gesamtweltcupführende cool. Bei der WM gewann sie Gold in der Staffel und im Teamsprint. Im Einzel war gegen Marit Björgen kein Kraut gewachsen.

Carina Vogt (Deutschland) - 2 x Gold

Carina Vogt gewinnt immer dann, wenn die ganze Welt zuschaut. Bei der WM vor zwei Jahren räumte die Degenfelderin zwei Goldmedaillen ab. In Lahti wiederholte sie dieses Kunststück. Im Einzel sprang sie weiter als die beiden Japanerinnen Yuki Ito und Sara Takanashi. "Es ist so unglaublich", stammelte Vogt unter Tränen. Obendrein gab es Gold mit Svenja Würth, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger im Team.

Martin Johnsrud Sundby - 1 Gold x 2 Silber

In der Staffel vergoldet, aber im Einzel hechelt Martin Johnsrud Sundby weiter seiner ersten Goldmedaille hinterher. In Lahti verpasste der Norweger das erhoffte Gold im Skiathlon und über 15 km klassisch nur knapp. Beim Skiathlon verhindert ein Sturz kurz vor dem Ziel Gold.

Björn Kircheisen (Deutschland) - 1 x Gold, 1x Bronze

In Lahti wurde aus "Silbereisen" "Goldeisen". Vor 14 Jahren gewann Björn Kircheisen seine erste WM-Medaille - die erste Silbermedaille von insgesamt acht bei nordischen WM-Titelkämpfen. Das brachte ihm den Beinamen "Silbereisen" ein, zumal er auch bei Olympia nie ganz oben auf dem Podium stand. Mit Gold in der Staffel erfüllte sich Kircheisen nun einen Traum. "Björn hat es nach so vielen Jahren verdient, sich das goldene Häubchen aufzusetzen", sagte Frenzel. Zuvor hatte "Kirche" noch Bronze von der Normalschanze geholt.

Astrid Jacobsen (Norwegen) - 1 x Gold, 1 x Bronze

Zur norwegischen Goldstaffel gehörte auch Astrid Jacobsen (l.), außerdem lief die 30-Jährige über die 10-km-Distanz zu Bronze. In Lahti stockte sie ihr Medaillenkonto auf neun auf.

Markus Eisenbichler (Deutschland) - 1 x Gold, 1 x Bronze

"Wie geil ist das denn? Gestern Bronze, heute Gold!", meinte der sonst so coole Bayer Markus Eisenbichler (r.) nach zwei Siegerehrungen. Erst Dritter im Einzel, dann Gold im Mixed - der Skispringer aus Siegsdorf ist die Überraschung der ersten WM-Woche. "Ich hätte nie geglaubt, dass ich eine Medaille hole. Und jetzt sind es sogar zwei. Es ist bisher alles rundherum gut gelaufen", sagte Eisenbichler.

Iivo Niskanen (Finnland) - 1 x Gold, 1 x Bronze

Vom Pechvogel zum finnischen WM-Helden: Iivo Niskanen holte in seinem Wohnzimmer Weltmeisterschafts-Gold im 15 Kilometer Langlauf im klassischen Stil und revanchierte sich für die verlorene Goldmedaille im Teamsprint. Dort war gemeinsam mit dem Norweger Emil Iversen in der Zielkurve gestürzt. Niskanens Gold über 15 Kilometer war der einzigeTitel für das Gastgeberland.

Piotr Zyla (Polen) - 1 x Gold, 1 x Bronze

Nicht Kamil Stoch, sondern Piotr Zyla war der erfolgreichste WM-Springer der Polen. Zyla gewann mit Bronze von der Großschanze seine erste Einzel-WM-Medaille. Die Krönung folgte dann im Team, wo er gemeinsam mit Dawid Kubacki, Maciej Kot, Kamil Stoch erstmals Gold für Polen holte.

Finn Hagen Krogh (Norwegen) - 1 x Gold, 1 x Bronze

In Falun gewann Finn Hagen Krogh noch Gold im Teamsprint, diesmal Gold mit der Staffel, dazu noch Bronze im Skiatahlon.

Niklas Dyrhaug (Norwegen) - 1 x Gold, 1 x Bronze

Im norwegischen Gold-Express feierte der 29-jährige Niklas Dyrhaug schon vor zwei Jahren Gold. Auch diesmal schaffte er es in das Staffel-Quartett. Dazu lief er über die 15 Kilometer klassisch zu Bronze.

Fabian Rießle (Deutschland) - 1 x Gold

Mit Mannschaftsgold kehrt Fabian Rießle nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit Eric Frenzel, Björn Kircheisen und Johannes Rydzek ließ er der Konkurrenz keine Chance. Mit einer Einzelmedaille klappte es nicht. Von der Normalschanze musste er als Vierter Johannes Rydzek, Eric Frenzel und Björn Kircheisen den Vortritt lassen. Im Teamsprint wurde er nicht nominiert.

Dawid Kubacki, Maciej Kot, Kamil Stoch (Polen) - 1 x Gold

Die polnische Mannschaft ist bei der letzten WM-Entscheidung der Skispringer im finnischen Lahti seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Piotr Zyla, Dawid Kubacki, Maciej Kot und Kamil Stoch schafften damit Historisches: Sie bescherten Polen das erste Team-Gold überhaupt. Bei wechselnden Winden hatten sie das meiste Glück und Können und kamen ohne Aussetzer durch.

Didrik Tönseth (Norwegen) - 1 x Gold

15 Langlauf-Medaillen hat Norweger abgeräumt - von der enormen Stärke profitierte auch Didrik Tönseth, der mit der Staffel 4,6 Sekunden vor Russland zu Gold lief.

Stand: 17.02.2019, 10:20 Uhr

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