Deutschland hat den Gold-Mix

Katharina Althaus, Juliane Seyfarth, Markus Eisenbichler und Karl Geiger

Skispringen WM

Deutschland hat den Gold-Mix

Das DSV-Quartett um Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Juliane Seyfarth und Karl Geiger hat im letzten Skisprung-Wettbewerb in Seefeld den Hattrick geschafft und zum dritten Mal in Folge das Mixed-Springen bei einer WM gewonnen. Es war das Duell zwischen Deutschland und Österreich, aus dem letztlich die deutschen Überflieger als Sieger hervorgingen. Dritter wurde Norwegen.

Bereits nach dem ersten Durchgang war klar, dass der Weg zur Goldmedaille nur über die deutsche Mannschaft oder Österreich gehen wird. Für die DSV-Athleten hatte Katharina Althaus aus Luke 18 107,5 Meter vorgelegt, Juliane Seyfahrt schaffte 100,5 Meter. Bei den Männern eröffnete für Deutschland Markus Eisenbichler (aus Luke sieben) den Reigen und brachte 104,5 Meter ins Tal.

Karl Geiger rundete mit 103,5 Metern den starken Auftritt in Durchgang eins ab. "Die anderen drei haben das gut gemacht. Mir ist auch ein guter Sprung gelungen. Das wird noch ein guter Fight. Ich hab versucht, das Einzel von gestern abzuhaken. Ist mir ganz gut gelungen", strahlte der Oberstdorfer Optimismus für das Finale aus. Und er sollte Recht behalten.

Deutsches Mixed-Team gewinnt Gold Sportschau 02.03.2019 00:31 Min. Verfügbar bis 02.03.2020 Das Erste

Geiger setzt das i-Tüpfelchen drauf

Zunächst konnte Althaus (103 m) den etwas weiteren Sprung der Österreicherin Eva Pinkelnig (103,5 m) nicht kontern, doch Eisenbichler rückte alles wieder gerade. Gegen seinen österreichischen Widerpart Philipp Aschenwald (101 m) machte er viel gut und landete bei 107 Metern. Deutschland lag wieder vorn. Seyfahrt packte 103 Meter drauf und untermauerte die Goldambitionen der deutschen Adler.

Am Ende wurde es für Geiger ein Schauspringen. 98 Meter hätten zum Titel gereicht, der 26-Jährige hatte noch mehr in petto und ließ die deutsche Mannschaft mit 107 Metern über Gold jubeln. "Der Karl ist so cool. Ich wusste, dass er das schafft. Ich bin dankbar, in so einem coolen Team zu springen", war Althaus aus dem Häuschen.

Schanzenrekorde purzeln

Deutschland, Österreich und Norwegen holten sich die Medaillen, zwei andere Nationen sprangen zu Rekorden. Mit 108,5 Metern hatte Nika Kriznar aus Slowenien im Finaldurchgang für einen Schanzenrekord im Frauenbereich gesorgt. Für den weitesten Sprung war allerdings Weltcupsieger Ryoyu Kobayashi zuständig, der im zweiten Durchgang auf unglaubliche 113 Meter flog. Für Japan reichte es dennoch nur zu Platz fünf. Slowenien wurde Vierter.

Gold-Hattrick - die "fantastischen Vier"

Gold-Hattrick - die unschlagbaren Überflieger haben wieder zugeschlagen und sind zum dritten Mal Weltmeister im Mixed-Wettbewerb geworden. Markus Eisenbichler und Katharina Althaus sind damit die erfolgreichsten Springer der WM.

Katharina Althaus

Katharina Althaus war eine der "fantastischen Vier". Nach Silber im Einzel vergoldete sie beide Mannschaftsspringen. Als Karl Geiger alles klar machte, war die 22-Jährige völlig aus dem Häuschen: "Der Karl ist so cool. Ich wusste, dass er das schafft. Ich bin dankbar, in so einem coolen Team zu springen. "

Katharina Althaus war eine der "fantastischen Vier". Nach Silber im Einzel vergoldete sie beide Mannschaftsspringen. Als Karl Geiger alles klar machte, war die 22-Jährige völlig aus dem Häuschen: "Der Karl ist so cool. Ich wusste, dass er das schafft. Ich bin dankbar, in so einem coolen Team zu springen. "

Er war der Mann der WM: Markus Eisenbichler. Mit drei Mal Gold räumte der Siegsdorfer in Seefeld ab wie kein anderer, braucht jetzt aber ein Päuschen. "Die ganze WM war sensationell für mich. Wenn ich morgen nach Hause komme, hoffe ich, dass ich ein bisschen Ruhe habe", sagte "Eisei".

Juliane Seyfahrt war die Dritte im Bunde der gemischten Gold-Crew. Zuvor konnte sich die 29-jährige Thüringerin bereits über den Mannschafts-Titel mit ihren Kolleginnen freuen.

Nachdem es einen Tag zuvor bei widrigen Bedingungen im Einzel nicht geklappt hatte, setzte Karl Geiger mit seinem letzten Sprung auf 107 Meter das i-Tüpfelchen drauf.

"Seht her, ich kann's": Markus Eisenbichler war mit Sprüngen auf 104,5 und 107 Meter einer der Garanten des Mixed-Erfolges.

Luftpolster genutzt, gute Haltungsnoten und solide Flüge: Juliane Seyfahrt zeigte, wie es geht.

Gemeinsam sind sie stark: Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Katharina Althaus und Juliane Seyfahrt.

Das goldene DSV-Quartett lässt bei der Siegerehrung seinen Emotionen freien Lauf.

Ist Ryoyo Kobayashi dabei, liegt etwas in der Luft. Der Japaner flog auf der Normalschanze im zweiten Durchgang auf unglaubliche 113 Meter. Dennoch reichte es für sein Team nur zum fünften Platz.

Thema in: B5 Sport, 02.03.2019, 17.55 Uhr

jmd

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