Sahne-Tag für Familie Dorn in Innsbruck

Familie Dorn mit Matthias Opdenhövel und Dieter Thoma

"Wir bauen eine Schanze"

Sahne-Tag für Familie Dorn in Innsbruck

Von Raphael Honndorf, Seefeld

Am Samstag (23.02.2019) war es soweit. Familie Dorn - die Gewinner unsere Mitmachaktion "Wir bauen eine Schanze" - durften einen Tag hinter die Kulissen beim Skispringen schauen. Eine Torte brachte ihnen den Sieg im Schanzenbau-Wettbewerb und sie erwischten in Innsbruck, bei tollem Wetter und einem aus deutscher Sicht überragenden Ergebnis, einen echten Sahnetag.

Eine Nachbildung der Bergisel-Schanze von Innsbruck in Tortenform hatte Laurenz, Helene, Therese und Pauline Anfang Februar den Sieg in unserer Aktion "Wir bauen eine Schanze" gebracht. Als Preis erhielten sie Karten für das Springen von der Großschanze bei der Nordischen Ski-WM. Also sind drei der Geschwister - Pauline konnte nicht kommen - gemeinsam mit Vater Michael aus der Nähe von Koblenz zum echten Bakken nach Innsbruck gereist. Doch bevor es mit dem Wettkampf losgeht, werfen die vier einen Blick hinter die Kulissen.

Am Tisch von Opdenhövel und Thoma

So startet das "Abenteuer" mit der Sendebesprechung am Übertragungswagen. Während Regisseur Uli Fritz die Details der Übertragung mit seinen Mitarbeitern bespricht, lauscht Familie Dorn im Hintergrund. Nach dem theoretischen Teil wird es praktisch. Eine Stahlleiter und ein schmaler Gang führen das Quartett zur Moderationsplattform mit Blick in den Kessel Bergisel. Es werden die Kameras bestaunt und Fotos an dem Tisch gemacht, wo sonst Moderator Matthias Opdenhövel und ARD-Experte Dieter Thoma stehen.

Der Vierschanzentournee-Sieger von 1990 kommt kurze Zeit später dazu und erklärt der Familie die Technik und seine Aufgaben. Thoma war es auch, der letztlich die Entscheidung über die Sieger fällte. Seine Entscheidung, ein Backwerk als beste Schanze auszuzeichnen, begründet er auch noch einmal: "Es war sehr schwer, wir hatten viele tolle Einsendungen, ob Bauklotz-Schanze oder echte Schanze in der Natur. Aber die Torte war etwas anderes, sie war einzigartig. Da wurde sich richtig mit dem Thema beschäftigt. Das war es, was wir mit der Aktion erreichen wollten." Noch ein Erinnerungsfoto mit Experte und Moderator, weiter geht die Tour über den Bergisel.

Helene, Therese und Laurenz schauen dem Experten bei der Arbeit zu

Helene, Therese und Laurenz schauen dem Experten bei der Arbeit zu

Mit dem (späteren) Weltmeister im Aufzug

Als nächstes steht ein Besuch des Springerlagers am Fuße der Schanze an. Und weil der Weg dorthin recht beschwerlich ist, wird der Schrägaufzug neben dem Aufsprunghang genutzt, mit dem auch die Springer fahren. Beim Warten auf das Einsteigen drängeln sich plötzlich zwei bekannte Gesichter vorbei. Markus Eisenbichler und Karl Geiger wollen nach ihren Probesprüngen ebenfalls nach oben. Wer kann da schon ahnen, dass man hier plötzlich gemeinsam mit dem späteren Weltmeister und dem Zweitplatzierten reist? Okay, so unwahrscheinlich ist es nach der Qualifikation nicht. Laurenz hat zuvor schon Markus Eisenbichler als seinen Favoriten ausgemacht, Helene glaubt an einen Sieg von Karl Geiger. Wenn sie denn schon dürften, sollten sie bei ihrem Vorhersagetalent Lotto spielen. "Das war ein Highlight heute", sagt Helene später.

2011 war die Familie während des Urlaubs das erste Mal beim Skispringen. Das war in Garmisch. 2013 folgte der nächste Besuch an der Olympiaschanze, 2016 ging die Reise dann bis nach Bischofshofen. In diesem Februar waren sie dann schon zum dritten Mal in Folge beim Springen im hessischen Willingen. Dort ergab sich für Helene und Laurenz auch die Möglichkeit, selbst Skispringen zu probieren - auf einer mobilen Schanze, die kurze Hüpfer über etwa fünf Meter zulässt. "Am Anfang war es schon kompliziert, aber dann haben wir es schnell hinbekommen", erklärt Laurenz stolz. Therese zeigte schon im Kindesalter viel Interesse am Skispringen, jedes Springen verfolgte sie im TV. In Willingen durfte sie aber nicht auf die Anlage, dies ist nur bis 14 Jahre erlaubt.

Halbzeitfazit: "Besser könnte es nicht sein"

Positiv gestimmt von der unerwarteten Begegnung im Aufzug und nach ein paar Blicken auf die letzten Vorbereitungen im Springerlager geht es die Treppen hinunter in Block A mit bestem Blick auf den Aufsprunghang. Alle vier sind mit Fahnen und weiteren Fanutensilien ausgestattet und feuern kräftig mit an. Und der erste Durchgang läuft aus deutscher Sicht beinahe optimal. Sowohl Eisenbichler als auch Geiger haben nach Sprüngen auf 131,5 bzw. 131 Metern noch alle Chancen auf den Weltmeister-Titel. "Besser könnte es nicht sein", erklärt Therese lachend.

Und es kommt, wie es die Geschwister vorhergesagt haben. Eisenbichler holt Gold, Geiger wird hinter ihm Zweiter. Ein absoluter Sahne-Tag für die Tortenbauer. Nun werden die Fahnen wieder eingerollt. Nächster Stopp: Medal Plaza in Seefeld. Die Medaillenübergabe wollen sie sich nicht entgehen lassen. Für den Sonntag haben sie sich noch Karten für das Teamspringen geholt. Wenn es nach Laurenz geht, folgt da der nächste Sieg der DSV-Adler. Vater Michael freut sich kurz vor dem Verlassen des Bergisels über einen gelungenen Tag: "Es war ein sehr interessanter Tag mit tollen Eindrücken hinter den Kulissen. Die Moderatoren und die ganze Technik zu sehen, war sehr schön. Vielen Dank an die ARD für das tolle Erlebnis heute."

Wir bauen eine Schanze - Dieter Thoma kürt den Sieger Sportschau 03.02.2019 03:12 Min. Verfügbar bis 03.02.2020 Das Erste

Das Thema im Programm: Das Erste, Sportschau, 23.02.2019, 09.00 Uhr

Stand: 23.02.2019, 20:06

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