Polnischer Doppelsieg bei verrücktem Springen

Polnischer Doppelsieg bei verrücktem WM-Skispringen Sportschau 01.03.2019 00:34 Min. Verfügbar bis 01.03.2020 Das Erste

Nordische Ski-WM 2019

Polnischer Doppelsieg bei verrücktem Springen

Schulterzucken und Kopfschütteln gab es bei vielen Beteiligten über dieses WM-Springen von der Normalschanze. Das Wetter hat maßgeblich über die Medaillenvergabe mitentschieden. Strahlen konnte am Ende der Pole Dawid Kubacki.

Die deutschen Skispringer haben eine weitere Medaille verpasst. Richard Freitag sprang als bester DSV-Adler bei wechselnden Winden und Schneefall am Freitag (01.03.2019) auf Rang fünf. Den Sieg auf der Normalschanze sicherte sich der Pole Dawid Kubacki vor seinem Landsmann Kamil Stoch. Bronze ging an den Österreicher Stefan Kraft.

Feld komplett durcheinandergewirbelt

Dawid Kubacki

Dawid Kubacki

Bei den späteren Siegern hatte es nach dem ersten Durchgang noch hängende Köpfe gegeben. Kubacki lag aufgrund widriger Bedingungen auf Rang 27, sein Teamkollege Stoch war 18. Titelverteidiger Kraft war im ersten Durchgang nicht über Rang zehn hinausgekommen. Ausgleichende Gerechtigkeit gab es dann quasi im Finale, als sie dem immer heftiger werdenden Schneefall zuvorkamen.

Karl Geiger aus Deutschland reagiert nach seinem Sprung

Karl Geiger aus Deutschland reagiert nach seinem Sprung

Leidtragende waren dann die Führenden aus dem ersten Durchgang, unter ihnen Karl Geiger. Er hatte als Zweiter klar auf Medaillenkurs gelegen und wurde noch auf Rang 18 durchgereicht. Im Interview mit dem ZDF resümierte er: "Es wurde von Springer zu Springer langsamer. Bei so einem Wetter kann man nichts machen. Die Spur war komplett mit Schneematsch zu. Im ersten Sprung hatte ich Glück, aber jetzt ist es halt so. Die anderen freuen sich dafür. Das sind auch Top-Leute, deswegen faire Gratulation." Auch Bundestrainer Werner Schuster sprach von würdigen Siegern: "Im Endeffekt sind die Sportler vorne, die das Training dominiert haben. Das akzeptieren wir so."

Eisenbichler mit Fehler im Absprung

Markus Eisenbichler

Markus Eisenbichler

Für Markus Eisenbichler war der Kampf um die dritte Medaille bei dieser WM nach dem ersten Sprung schon zu Ende. Ein misslungener Absprung und Rückenwind ließen nur 91 Meter zu. Im zweiten Durchgang steigerte er sich auf 102,5 Meter und schob sich noch auf Rang sieben nach vorn. Im ZDF-Interview analysierte Eisenbichler seinen Wettkampf: "In der Probe hatte ich ein richtig gutes Gefühl im Anlauf. Im ersten Durchgang war ich dann mit dem Schwerpunkt zu weit vorn." Das mannschaftlich gute Ergebnis komplettierte Stephan Leyhe als Sechster. Über die Wetterkapriolen sagte er kurz und knapp: "Es ist halt so, das muss man hinnehmen. Ich bin jedenfalls glücklich über meinen sechsten Platz."

Besetzung für WM-Abschluss steht

Die letzte WM-Medaille bei den Skispringern wird am Samstag im Mixed-Team vergeben. Dann gehen Markus Eisenbichler und Karl Geiger zusammen mit Katharina Althaus und Juliane Seyfarth auf die Jagd nach Edelmetall.

ake | Stand: 01.03.2019, 18:10

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