Deutsche Kombinierer kämpfen um Mannschaftsgold

Nordische Kombination, Staffel in Ruka - Fabian Rießle, Vinzenz Geiger, Eric Frenzel, Johannes Rydzek (v.l.n.r.)

Nordische Ski-WM 2019

Deutsche Kombinierer kämpfen um Mannschaftsgold

Gemeinsam sind sie bärenstark. Die deutschen Kombinierer wollen beim WM-Showdown in Seefeld ihren Titel in der Staffel verteidigen. Norwegen und Österreich könnten ihnen dabei einen Strich durch die Rechnung machen.

Nach der herben Niederlage im Einzel ohne Medaille brennen die deutschen Kombinierer auf Revanche. In der Staffel am Samstag (02.03.) will das DSV-Team die Kräfteverhältnisse wieder zurechtrücken. Als Titelverteidiger und Olympiasieger von Pyeongchang geht das deutsche Quartett automatisch als Favorit in den letzten WM-Wettkampf. Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch schraubt die Erwartungen hoch: "Die Staffel ist für uns eine riesige Chance." Doch die Konkurrenz hat Boden gutgemacht. Die Norweger und die starken Gastgeber aus Österreich haben durchaus Chancen auf einen goldenen WM-Abschluss.

Rivalen auf dem Papier stärker

Johannes Rydzek

Besonders gefährlich könnte dem deutschen Team das Quartett aus Norwegen mit dem neuen Weltmeister Jarl Magnus Riiber werden. Die vier Norge-Athleten belegten im Einzel am Donnerstag ( 28.02.) die Ränge 1, 6, 9 und 21. Auch die Österreicher hatten drei Athleten in den Top Ten. Die besten vier DSV-Starter fanden sich dagegen auf den Plätzen 8, 14, 16 und 17 wieder. Um erneut nach Gold zu greifen, muss das DSV-Quartett vor allem seine Probleme auf der Toni-Seelos-Schanze in den Griff bekommen. Dort waren am Donnerstag die Medaillenträume schon früh geplatzt. Der Achtplatzierte aus dem Einzel, Johannes Rydzek, weiß: "Auf der Schanze sind wir unter Wert geschlagen worden." Nun gelte es, noch einmal alle Kräfte zu bündeln: "Auch in der Loipe hat der eine oder andere von uns noch mehr drin. Das heißt es herauszukitzeln. Es wird definitiv eine spannende Veranstaltung, davon bin ich überzeugt."

Frenzel: "Ein paar Körner gespart"

Tatsächlich hielt sich unter anderem Frenzel im Einzel extra zurück, als der Rückstand zur Spitzengruppe nicht kleiner wurde. Der Rekordweltmeister hat nach eigenen Angaben "das Rennen ordentlich zu Ende gelaufen, um für Samstag noch ein paar Körner zu sparen". Auch Fabian Rießle kämpfte nicht mehr um jeden Meter, bei Vinzenz Geiger machte sich die vor der WM eingefangene Erkältung bemerkbar. In der Staffel soll der Oberstdorfer dennoch laufen, damit wäre der Gold-Vierer von Pyeongchang wieder vereint. Der letzte WM-Wettkampf für die Kombinierer startet 11 Uhr mit dem Springen, um 14.45 Uhr geht es in den 4x5 km Langlauf.

Stand: 01.03.2019, 15:15

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