Gold nach Start-Zielsieg für Frenzel/Rießle

Fabian Rießle und Eric Frenzel jubeln in Seefeld

Nordische Ski-WM

Gold nach Start-Zielsieg für Frenzel/Rießle

Die deutschen Kombinierer sind auf den Punkt topfit und räumen bei der WM auch im Teamsprint Gold ab. Schon nach dem Springen lagen Eric Frenzel und Fabian Rießle vorn. Von der Pole Position ließen sich beide nicht verdrängen.

Frenzel und Rießle gewannen am Sonntag (24.02.2019) den Teamsprint nach einem Springen und dem anschließenden 2 x 7,5 km-Langlauf. Für Frenzel war es die zweite Goldmedaille im zweiten Rennen. Silber sicherte sich Norwegen (+8,2 sek) in der Besetzung Jan Schmid und Jarl Magnus Riiber vor Österreich Bernhard Gruber/Franz-Josef Rehrl (+9,2 sek). "Es hat alles gepasst. Die Taktik ist perfekt aufgegangen. Ich bin sehr bewegt, dass wir schon wieder Gold gewonnen haben", freute sich Bundestrainer Hermann Weinbuch in der ARD.

Plötzlich waren die Verfolger da

Was lange nach einer klaren Sache aussah, wurde drei Kilometer vor dem Schluss doch noch einmal spannend. Zwischenzeitlich hatten Frenzel/Rießle schon eine halbe Minute Vorsprung, doch plötzlich waren Österreich und Norwegen nur noch 12,9 Sekunden zurück. Frenzel gab auf seinen letzten Runde alles, der Vorsprung blieb exakt gleich. 12,9 Sekunden und noch 1,5 Kilometer. Das musste doch reichen! Rießle stiefelte vorneweg, Gruber (Österreich) und Riiber (Norwegen) jagten hinterher, konnten sich aber nicht heransaugen und sahen aus der Ferne, wie Rießle zu Gold stürmte. "Die letzten beiden Runden waren ziemlich zäh. Ich bin fertig, aber überglücklich", sagte Rießle im Interview.

Nordische Kombination - der Gold-Zieleinlauf im Teamsprint Sportschau 24.02.2019 01:13 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

Stürmischer Beginn des DSV-Duos

Zu Beginn des Rennens hatte nichts auf ein solch packendes Finale hingedeutet. Frenzel, mit acht Sekunden Vorsprung auf Japan ins Rennen gegangen, war sofort im Vollgas-Modus. Auf seinen ersten von insgesamt fünf Runden baute er seinen Vorsprung auf 18 Sekunden aus. Auch Österreich und Norwegen verloren Zeit auf "Turbo Frenzel". Und auch Rießle lief wie auf Schienen, der Vorsprung nach drei von 15 Kilometern war mit 23,8 Sekunden schon beachtlich und Gold quasi sicher. "Das Rennen läuft gut. Ich bin mir sicher, dass es reicht", sagte Weinbuch schon zwei Runden vor Schluss am ARD-Mikrofon. Er wusste offenbar, dass seine Jungs noch Sprit im Tank hatten, sich auch von der Aufholjagd der Verfolger nicht beeindrucken ließen und auf der Schlussrunde noch einige PS draufpacken konnten.

Zweites Gold für Frenzel

Für Frenzel war es auch eine erfolgreiche Titelverteidigung. Bei der WM in Lahti vor zwei Jahren hatte der 30-Jährige noch gemeinsam mit Johannes Rydzek den Teamsprint gewonnen. Der vierfache Weltmeister steckt aber in einem Tief, ist in seinen Leistungen nicht stabil genug und wurde von Bundestrainer Weinbuch für den Teamsprint nicht aufgestellt.

Japan geht leer aus

Enttäuscht dürften auch die beiden japanischen Watabe-Brüder gewesen sein. Nach dem Springen hatten sie eine Medaille fest im Blick. Doch schon nach fünf Kilometern war der Vorsprung auf Österreich (16 Sekunden) und Norwegen (21 Sekunden) dahin. Als die starken Läufer das Tempo verschärften, konnten die Watabe-Brüder nicht mithalten und mussten sich mit Blech begnügen.

Frenzel/Rießle schon auf der Schanze stark

Den Grundstein zum Sieg hatten Frenzel/Rießle beim Springen gelegt. Einzel-Weltmeister Frenzel gelang mit 130,0 Metern die Tagesbestweite, Rießle konnte seinen Sprung auf 128,0 Meter ziehen. Damit war die Halbzeit-Führung perfekt. Die Watabe-Brüder sprangen zusammen nur dreieinhalb Meter kürzer und waren so auf Schlagdistanz. Bei den mitfavorisierten Österreichern und Norwegern patzte jeweils ein Springer, sodass der Rückstand schon beachtlich war.

Nordische Kombination - das Springen des WM-Teamsprints Sportschau 24.02.2019 36:47 Min. Verfügbar bis 24.02.2020 Das Erste

Thema in: Wintersport im Ersten, 24.02.2019, Ab 09.00 Uhr

sst | Stand: 24.02.2019, 14:02

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