Eric Frenzel pünktlich in Goldform

Nordische Ski-WM

Eric Frenzel pünktlich in Goldform

Wenn es darauf ankommt, ist auf Kombinierer Eric Frenzel einfach Verlass. Der Sachse legte auf der Großschanze in Innsbruck den Grundstein für seinen nächsten Titel. Als Führender geht er am Nachmittag in die Loipe.

Plötzlich ist er wieder da: Eric Frenzel hat bei der ersten Entscheidung der Kombinierer bei der WM in Seefeld für einen Paukenschlag gesorgt. Ausgerechnet auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck, mit der er in den Trainingstagen keine richtige Freundschaft schließen wollte, gelang dem Sachsen im Wettkampf ein Wahnsinnssprung auf 130,5 Meter.

Riiber fast eine Minute zurück

An diese Weite kamen auch die favorisierten Österreicher Mario Seidl (125,5 Meter) und Franz-Josef Rehrl (126) nicht heran. Frenzel geht damit am Nachmittag als Führender in den Langlauf über 10 Kilometer. Dahinter folgen Seidl (+ 5 Sekunden), Jan Schmid aus Norwegen und Rehrl (je + 10). Auch der Überflieger der Saison und Weltcup-Gesamtsieger, Jarl Magnus Riiber aus Norwegen, landete im geschlagenen Feld mit knapp einer Minute Rückstand.

Frenzel froh - Weinbuch begeistert

Eric Frenzel

"Glück gehört natürlich dazu. Vielleicht ist heute wirklich der Knoten aufgegangen", sagte Frenzel, der auch sehr gute Bedingungen erwischt hatte. Bundestrainer Hermann Weinbuch freute sich für seinen Schützling: "Das ist der absolute Wahnsinn. Erics Probesprung war schon besser und dann hat er gute Bedingungen gehabt. Der Ski stellte sich schön  auf und das hat er mit seinem Sprungstil verbunden. Da wird Eric dann zum Killer."

Rießle als Sechster in Schlagdistanz

Die besten deutschen Chancen auf eine Medaille hat neben Frenzel noch Fabian Rießle, der nach seinen 121 Metern mit 39 Sekunden Rückstand als Sechster in die Loipe geht. Johannes Rydzek (13./+ 1:15 Minuten), Vinzenz Geiger (15./+ 1:22) und Manuel Faißt (17./1:32) haben eigentlich schon einen zu großen Rückstand.

Herrenloser Ski sorgt für Aufregung

Zäher Nebel und Nieselregen – den ersten Wettkampf hatten sich die Kombinierer von den Bedingungen her sicher anders vorgestellt. Immer wieder gab es Unterbrechungen wegen wechselnder Winde. Dann stürzte der Este Kristjan Ilves. Er verlor bei der Landung seine Ski, einer davon schoss den Hang hinauf und über oder durch das Fangnetz. Dahinter befanden sich die Moderatorenplätze der TV-Journalisten. "Der Moderationsplatz war zum Glück frei. Ich stand zum Glück nebenan, etwa ein, zwei Meter entfernt vom Ski. Der ist mit einer ziemlichen Geschwindigkeit durch. Ich habe mich nicht groß gemacht, zum Glück", sagte Martin Schmitt, der für Eurosport tätig ist. Der Kombinierer-Wettbewerb wurde anschließend für mehr als 20 Minuten unterbrochen. Helfer bearbeiteten das Fangnetz.

Das Thema im Programm: Sportschau, Das Erste, 22.02.2019, 16.00 Uhr

rei/dpa | Stand: 22.02.2019, 12:07

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