Deutsche begeistern bei Johaug-Sieg

Frida Karlsson und Therese Johaug

Nordische Ski-WM

Deutsche begeistern bei Johaug-Sieg

Therese Johaug hat ihren neunten Weltmeistertitel unter Dach und Fach gebracht. Die Norwegerin gewann am Dienstag (26.02.2019) das 10-km-Rennen im klassischen Stil in Seefeld in 27:02,1 Minuten. Allerdings musste sich die 30-Jährige gewaltig strecken, weil eine 19-jährige Schwedin eine unglaubliche Zeit vorlegte. Frida Karlsson krönte sich nach einem famosen Auftritt mit Silber. Bronze ging an Ingvild Flugstad Oestberg (Norwegen/+35,6 s).

Vor dem Rennen war nur über die Zeitabstände, mit denen "Duracell" Johaug gewinnen würde, spekuliert worden. Die Überfliegerin war in den Wochen vor der WM einfach zu gut, doch in Seefeld tauchte plötzlich eine Schwedin auf, die keiner auf der Rechnung hatte. Frida Karlsson, deutlich vor Johaug gestartet, lief das Rennen ihres Lebens und sorgte dafür, dass Johaug mehr kämpfen musste, als ihr lieb gewesen sein dürfte. Zur Halbzeit war der Vorsprung auf vier Sekunden geschmolzen. In der Schlussrunde legte Seriensiegerin Johaug aber noch einmal zu und fischte sich mit 12,2 Sekunden Vorsprung ihr zweites Gold in Seefeld.

Langlauf der Damen - das 10-Kilometer-Rennen bei der WM in Seefeld Sportschau 26.02.2019 46:55 Min. Verfügbar bis 26.02.2020 Das Erste

Drei Deutsche in den Top 15

Die deutschen Langläuferinnen hatten mit dem Podium erwartungsgemäß nichts zu tun, sorgten in Seefeld aber für positive Schlagzeilen und das beste Saisonergebnis. Katharina Hennig (11), Laura Gimmler (13) und Pia Fink (15) liefen in den Top 15, Sandra Ringwald kam auf den 27. Platz. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Das war eine gute Performance der Mädels", freute sich Bundestrainer Peter Schlickenrieder, der nun bei der Staffelbesetzung die Qual der Wahl hat.

Langlauf der Damen - Stimmen zum 10-Kilometer-Lauf Sportschau 26.02.2019 05:06 Min. Verfügbar bis 26.02.2020 Das Erste

Gimmler - die Überraschung

Laura Gimmler

Laura Gimmler beim 10-km-Rennen in Seefeld.

Die größte Überraschung war sicherlich Laura Gimmler. Die 25-Jährige vom SC Oberstdorf lief ihr bestes Saisonrennen und durfte lange auf dem Platz an der Sonne in der Leadersbox sitzen. Mit Startnummer 8 ins Rennen gegangen, legte sie sehr gute 28:19,4 Minuten vor und wurde erst von Karlsson (Startnummer 28) von der Pole Position abgelöst. Gimmler war bei ihrem furiosen Rennen nur knapp eine Sekunde langsamer als Hennig. "Dass es ausgerechnet bei der WM so gut läuft, ist ein Glücksfall. ich bin gerade sprachlos", sagte Gimmler. Auch Hennig, die mit einem Top-10-Platz geliebäugelt hatte, war glücklich: "Der elfte Platz ist genauso gut. Ich will da jetzt nicht kleinlich sein", lachte die Oberwiesenthalerin. Sie war unmittelbar vor Karlsson gestartet und hatte, als sie eingeholt wurde, versucht, mit der Schwedin mitzulaufen. Zwischenzeitlich lag sie dadurch auf Platz sieben, konnnte das Tempo aber nicht lange mitgehen.

sst | Stand: 26.02.2019, 16:00

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