Schlickenrieder: Johaugs Leistung "befremdlich"

Peter Schlickenrieder

Zweifel des Langlauf-Bundestrainers

Schlickenrieder: Johaugs Leistung "befremdlich"

Therese Johaug hat bei der Nordischen Ski-WM den Langlauf über 30 Kilometer mit einem Vorsprung von fast 38 Sekunden gewonnen. Der deutsche Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder nannte die Leistung der Norwegerin, die schon einmal wegen Doping gesperrt war, "befremdlich".

Therese Johaug, die bei den Weltmeisterschaften 2017 und den Olympischen Spielen 2018 wegen einer Dopingsperre gefehlt hatte, gewann am Samstag (02.03.2019) mit großem Vorsprung das Rennen über 30 Kilometer und damit ihre dritte Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Tirol.

Schlickenrieder: "Ich würde lügen, wenn ich sage, das ist ganz normal"

"Das finde ich schon befremdlich, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich würde lügen, wenn ich sage, das ist ganz normal. Sie läuft ja wirklich meilenweit voraus. Es gibt halt diesen Hintergrund. Es ist komisch", sagte Schlickenrieder im ZDF. In der Mixed Zone wiederholte Schlickenrieder später seine Zweifel: "Für mich persönlich geht das komisch zu. Da sage ich, dann muss konsequent weiter mit den Leuten zusammengearbeitet werden, die diesen Anti-Doping-Kampf führen. Wichtig ist für diesen Sport, dass er sauber ist."

Johaug saß 18-monatige Dopingssperre ab

Johaug war zu Saisonbeginn in den Weltcup zurückgekehrt und hat seither alle Distanzrennen gewonnen, in denen sie antrat. Die nun zehnmalige Weltmeisterin hatte sich die 18-monatige Sperre wegen der Verwendung eines Lippenbalsams mit unerlaubten Wirkstoffen eingehandelt.

Beim 30-Kilometer-Langlauf bei der WM in Seefeld holte die 30-Jährige Gold mit einem Vorsprung von 37,8 Sekunden auf die zweitplatzierte Teamkollegin Ingvild Flugstad Östberg und von 44 Sekunden auf die drittplatzierte Schwedin Frida Karlsson.

Thema in B5 Sport, 02.03.2019, 15.55 Uhr

sid | Stand: 02.03.2019, 15:29

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