Norwegen spaziert zu Gold in der Staffel

Norwegen im Team unschlagbar Sportschau 01.03.2019 00:31 Min. Verfügbar bis 01.03.2020 Das Erste

Nordische Ski-WM

Norwegen spaziert zu Gold in der Staffel

Beim Sieg der Langlauf-Staffel aus Norwegen schafften es die vier DSV-Läufer nach furiosem Beginn bei der WM letztendlich auf Platz sechs. Russland und Frankreich sicherten sich Rang zwei und drei.

Bei ungemütlichen Wetterbedingungen mit Schneeregen setzte die deutsche Staffel mit Sebastian Eisenlauer auf der ersten Runde ein dickes Ausrufezeichen. Am Ende reichte die Leistung des deutschen Quartetts zu einem respektablen sechsten Platz. Norwegens Skilangläufer gewannen zum zehnten Mal in Folge Gold in der 4x10-km-Staffel. Das Quartett um Topstar Johannes Hösflot Kläbo setzte sich vor Russland (+38,8 Sekunden) und Frankreich (+1:01,0 Minuten) durch.

Staffellauf überlagert vom Dopingskandal

Eine österreichische Staffel war nach dem Dopingskandal nicht am Start, auch aus Estland war kein Läufer dabei. Nur Kasachstan, ebenfalls von den Doping-Vorfällen betroffen, hatte eine Staffel laufen lassen.

Hervorragender Startläufer Eisenlauer

Jonas Dobler (l), Sebastian Eisenlauer (M) und Florian Notz im Ziel

Jonas Dobler (l), Sebastian Eisenlauer (M) und Florian Notz im Ziel

Für das deutsche Team war Eisenlauer vom SC 1909 Sonthofen der Startläufer. Der 28-Jährige hielt sich lange im Mittelfeld auf Rang sechs. Nach einer schnellen Abfahrt zeigte er sich in hervorragender Verfassung. Er nutzte eine Tempoverschärfung des Spitzenfeldes und arbeitete sich dadurch nach vorne. "Das war ein richtig geiles Rennen, ich hatte ein gutes Gefühl und auch hervorragendes Material", freute sich der Allgäuer. Auf Rang drei (+0,7) übergab Eisenlauer auf Katz vom SV Baiersbronn für den zweiten Klassik-Part. Auch der 31-Jährige hielt lange mit der Spitzengruppe mit. Ab der Mitte der Runde musste er jedoch abreißen lassen. "Das war eine knallharte Geschichte", meinte er nach seinem Lauf.

Notz musste kämpfen

Als erster Athlet in der freien Technik ging Florian Notz vom TSV/SZ Böhringen-Römerstein auf Rang sechs (+39,8 s) auf die Strecke. Der 26-Jährige musste allein sein Rennen machen, neben der Spitzengruppe aus den vier Nationen Russland, Norwegen, Finnland und Schweden war auch der Franzose enteilt. Bis zum Ende seines Laufs wurde Notz auch von der Staffel aus der Schweiz überholt.

Dobler sichert Platz sechs ab

Mit 1:40,2 Rückstand übergab er auf Position acht an den Schlussläufer Jonas Dobler vom SC Traunstein. Zu diesem Zeitpunkt des Rennens hatten sich an der Spitze die Staffeln aus Norwegen und Russland abgesetzt. Während sich vorne Norwegen entscheidend absetzen konnte, kämpfte der Oberbayer gegen die Konkurrenten aus der Schweiz und Kasachstan um seine Platzierung. Am Ende brachte er die deutsche Staffel auf Platz sechs ins Ziel. "Mit der Platzierung sind wir zufrieden, darauf haben wir uns jetzt die letzten Jahre so ein bisschen eingegroovt. Das ist eine solide Leistung", sagte er nach dem Lauf. "Es werden jetzt nicht die Sektkorken knallen, aber einen Prosecco gibt es schon", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder, dessen Team die Platzierung der WM 2017 und bei den Olympischen Spielen 2018 wiederholt hatte.

rmü/dpa/sid | Stand: 01.03.2019, 11:47

Darstellung: