Favorit Klaebo holt Gold im Sprint

Nordische Ski-WM - das Finale im Sprint der Herren Sportschau 21.02.2019 04:02 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 Das Erste

Nordische Ski-WM 2019

Favorit Klaebo holt Gold im Sprint

Die ersten WM-Medaillen bei den Männern in Seefeld sind vergeben. Im Langlauf-Sprint in der freien Technik führte dabei kein Weg am großen Favoriten aus Norwegen vorbei.

Es war ein packendes Finale: In einem durch viel Taktik geprägten Sprint-Rennen über 1,6 Kilometer setzte sich am Donnerstag (21.02.2019) der endschnelle Norweger Johannes Hoesflot Klaebo im Zielsprint mit einer Zeit von 3:21,17 Minuten durch. Es war der erste WM-Titel des 22-jährigen Überfliegers. Platz zwei ging an Titelverteidiger Federico Pellegrino (ITA/3:21,40 min), der vor dem Bronzemedaillen-Gewinner Gleb Retiwych (RUS/3:22,54 min) über den Zielstrich fuhr.

Die besten Bilder zur Langlauf-Überraschung von Carl und den Favoritensiegen

Langlauf-Sprint bei der Ski-WM

So sieht eine glückliche Fünftplatzierte aus!

So sieht eine glückliche Fünftplatzierte aus!

Vor mitreißender Kulisse in Seefeld musste sich ...

... Victoria Carl zwar im Finale der Langlauf-Sprints von Seefeld ...

... der norwegischen Favoritin Maike Caspersen Falla (vorn rechts) geschlagen geben.

Dass Carl nach Siegen u.a. gegen die Schwedin Maja Dahlqvist überhaupt ins Finale kam, war allerdings eine faustdicke Überraschung.

So jubelte nicht nur Falla ...

... sondern auch Carl, die der Siegerin hier zum Erfolg gratuliert.

Große Freude bei den Siegerinnen. Falla (Mitte) verteidigte ihren Titel, die drittplatzierte Norwegerin Mari Eide (re.) erlebte einen sehr emotionalen Moment. Rund zwei Monate nach dem überraschenden Herzinfarkt-Tod ihrer Schwester lief sie zu ihrer ersten WM-Medaille.

Aus deutscher Sicht konnte sich Sandra Rindwald (re.) noch über Rang zwölf freuen. Wobei sie sich nicht so richtig freuen konnte. Auf der Ziellinie ihres Halbfinales lag sie noch auf Rang zwei, schied dann aber als Letzte aus.

Bereits im Viertelfinale war für Laura Gimmler (re.) und Sofie Krehl (li.) Endstation.

Gimmler (li.) wurde 20., Krehl 28.

Viel Pech hatte die junge Norwegerin Kristine Stavaas Skistad (re.), die in ihrem Halbfinale an vorderer Position stürzte, ausschied, ...

... und bittere Tränen vergoss.

Richtig sauer war dagegen der Russe Sergej Ustjugow (vorn), der in seinem Halbfinale mit dem vor ihm laufenden Norweger Johannes Hoesflot Klaebo kollidierte, ins Straucheln kam und ausschied.

So machten den Sieg in den Sprints andere aus.

Und zwar Topfavorit Johannes Hoesflot Klaebo (li.) und Titelverteidiger Federico Pellegrino aus Italien (re.).

Vor mehreren tausend Zuschauern sahen die beiden Deutschen Sebastian Eisenlauer und Janosch Brugger die Konkurrenz ...

... nur von hinten. Die beiden schieden schon in der Qualifikation aus.

Und während nach dem Finale die beiden Erstplatzierten Klaebo und Pellegrino eher kühl blieben ...

... ging der drittplatzierte Russe Gleb Retivykh richtig aus sich heraus - er lief erstmals in seiner Karriere auf das Podest, und dann gleich bei einer WM.

Gerangel mit Ustjugow

Völlig komplikationsfrei lief der Sieg von Klaebo trotz der dominanten Vorstellung im Finale nicht ab. Nach dem Halbfinale kam es zu einem Gerangel zwischen ihm und Russlands Topstar Sergej Ustjugow, der sich beim Einbiegen auf die Zielgerade vom Norweger behindert gefühlt hatte. Nach einem kurzen Wortgefecht und leichtem Körperkontakt im Ziel beruhigten sich die Gemüter aber schnell wieder. Dennoch hatte die Aktion für Ustjugow negative Folgen. Sowohl für das Gerangel im Zielraum als auch für eine leichte Kollision auf der Strecke sah der Russe die gelbe Karte, was eine Disqualifikation zur Folge hatte.

Nordische Ski-WM - Gerangel zwischen Klaebo und Ustjugow Sportschau 21.02.2019 00:39 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 Das Erste

Deutsche scheitern in Qualifikation

Am anderen Ende des Klassements hatten die deutschen Starter nichts mit der Entscheidung zu tun. Janosch Brugger als 42. und Sebastian Eisenlauer als 43. verpassten in der Qualifikation sogar den Einzug ins Viertelfinale. Beiden fehlten rund zwei Sekunden zum Sprung unter die Top 30. "Tragisch ist das nicht, aber sauärgerlich. Zwei Sekunden sind nicht viel, die könnte man jetzt überall auf der Strecke suchen", sagte Brugger, der für den einzigen deutschen Weltcupsieg in diesem Winter gesorgt hatte. Eisenlauer meinte: "Im Skating ist diese Saison bei mir der Wurm drin. Ein guter Einstieg wäre schön gewesen, aber die anderen sind auch keine Haubentaucher."

Nordische Ski-WM - die Halbfinale im Sprint der Damen und Herren Sportschau 21.02.2019 21:42 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 Das Erste

Nordische Ski-WM - die Viertelfinale im Sprint der Damen und Herren Sportschau 21.02.2019 54:31 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 Das Erste

Thema in: Wintersport im Ersten, 21.02.2019, 14.30 Uhr

ten | Stand: 21.02.2019, 16:00

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