Zwölf Titel im Langlauf zu vergeben

Massenstart,Freistil,Langlauf

WM 2019 in Seefeld

Zwölf Titel im Langlauf zu vergeben

Im Langlauf fallen bei der WM in Seefeld zwölf Entscheidungen. Dabei wird alles, was vor einem Jahr bei Olympia klassisch gelaufen wurde, diesmal in der freien Technik ausgetragen - und umgekehrt.

Im Langlauf fallen bei der WM in Seefeld zwölf Entscheidungen. Um Klassikläufer und Freistilspezialisten einigermaßen gleichzubehandeln, wird jeweils ein Teil der Wettkämpfe in der einen bzw. der anderen Technik bestritten. Was 2018 bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang klassisch gelaufen wurde, findet bei dieser WM in der freien Technik statt.

Qualifikation

Bei Weltmeisterschaften darf jede teilnehmende Nation vier Starter pro Disziplin stellen. Sportler, die in der FIS-Rangliste weit hinten liegen, müssen ein Qualifikationsrennen über fünf Kilometer (Damen) bzw. 10 Kilometer (Herren) absolvieren. Die besten Zehn dürfen dann an den regulären Distanzrennen teilnehmen.

Sprint

Der Sprint wird in diesem Jahr in der freien Technik ausgetragen. Zunächst bestreiten alle Teilnehmer einen Prolog über 1,2 (Damen) bzw. 1,5 Kilometer. Gestartet wird im 15-Sekunden-Abstand. Die schnellsten 30 qualifizieren sich für die Finalläufe, die sogenannten Heats. Zunächst gibt es fünf "Viertelfinals" mit je sechs Teilnehmern. Sie laufen dieselbe Runde des Prologs, die beiden ersten kommen direkt weiter, dazu die zwei Zeitschnellsten aller anderen. Analog dazu werden dann in zwei Halbfinals die sechs Finalteilnehmer ermittelt.

Teamsprint

Im Teamsprint tritt jeweils ein Duo für eine Nation an. In zwei Halbfinals werden die zehn Teams für das Finale ermittelt. Gelaufen wird in diesem Jahr klassisch. Wie in der Staffel laufen die Startläufer aller Teams gemeinsam los. Nach einer Runde über 1,3 Kilometer wird gewechselt. Beide Läufer laufen dreimal je eine Runde. Während der eine läuft, kann der andere seine Ski präparieren.

Intervallstart über 10 bzw. 15 Kilometer

Den früher üblichen Intervallstart gibt es bei der WM nur noch bei einem Rennen. Und zwar im kürzesten Distanzrennen. Die Damen laufen zehn Kilometer, die Herren 15 Kilometer. Da bei Olympia die freie Technik dran war, ist es diesmal die klassische. Gestartet wird im 30-Sekunden-Abstand.

Skiathlon

Der Skiathlon hat sich aus den Verfolgungsrennen entwickelt. Anfangs wurde einen Tag nach einem Klassikrennen eines im Freistil ausgetragen, bei dem die Zeitrückstände mitgenommen wurden. Seit 2001 sind beide Rennen zu einem zusammengefasst, seit Oberstdorf 2005 findet es über die heute gültigen Distanzen statt. Frauen laufen erst 7,5 Kilometer, Männer 15 Kilometer in der klassischen Technik, dann werden die Ski gewechselt und es geht noch einmal genauso lang in der freien Technik weiter. Da die Wechselzone an den Triathlon erinnert, bildete sich schnell der Name Skiathlon heraus.

30 bzw. 50 Kilometer Massenstart

Von Vegard Ulvang stammt der Satz, der Norweger schaue sich Langlaufrennen im TV am liebsten mit Zettel und Stift an. Die Zeiten, da die Marathondistanzen im Intervallstart ausgetragen werden, und man sich als Zuschauer durch die Zwischenstände fitzeln musste, sind jedoch lange vorbei. Um die Disziplin übersichtlicher und damit attraktiver zu gestalten, laufen alle gemeinsam los. Wer als Erster ins Ziel kommt, hat gewonnen. Gelaufen werden die langen Strecken in Seefeld in der Skating-Technik.

Staffel

Die Damen laufen 4x5 Kilometer, die Herren 4x10 Kilometer. Die ersten beiden Läufer laufen in der klassischen Technik, die anderen beiden in der freien Technik.

dko | Stand: 13.02.2019, 14:17

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