Doping-Razzien überschatten Sundby-Gold

Martin Johnsrud Sundby

Nordische Ski-WM 2019

Doping-Razzien überschatten Sundby-Gold

Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen ist neuer Langlauf-Weltmeister über 15 Kilometer im klassischen Stil. Über die sportlichen Leistungen sprach am Mittwoch (27.02.2019) in Seefeld allerdings kaum jemand.

Die Nordische Ski-WM hat einen handfesten Doping-Skandal. Insgesamt sieben Personen, darunter fünf Sportler, sollen nach Angaben des österreichischen Bundeskriminalamts in Seefeld festgenommen worden sein. Der sportliche Erfolg von Sundby, der am Mittwoch über 15 Kilometer in der klassischen Technik seine erste Einzel-Goldmedaille bei einem Großereignis einfuhr, rückte dadurch in den Hintergrund. Platz zwei ging an den Russen Alexander Bessmertnych (+2,9 Sekunden), der im Klassement vor Titelverteidiger Iivo Niskanen (FIN/+20,4 sek) ins Ziel kam.

Zwei DSV-Läufer in den Top-15

Die deutschen Langläufer überraschten mit ansprechenden Ergebnissen. Andreas Katz war als bester DSV-Starter 13. "Ich bin durchaus zufrieden. Es hat richtig viel Spaß gemacht, heute zu laufen", sagte Katz nach dem Rennen, meinte aber auch zu den extrem hohen Temperaturen: "Man hätte hier in der Badehose laufen können". Auch Sebastian Eisenlauer juxte: "Das war mehr Wasserski. Für den Sommerurlaub bin ich jetzt gut vorbereitet." Der Sprintspezialist aus Sonthofen lief auf einen starken 15. Platz. Auch Janosch Brugger (18.) und Lucas Bögl (26.) schafften es unter die besten 30.

Andreas Katz in Seefeld

Andreas Katz in Seefeld

Thema in: Deutschlandfunk, Sport Aktuell, 27.02.2019, 22.50 Uhr

ten | Stand: 27.02.2019, 15:00

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