Union-Eilantrag vor Berliner Verwaltungsgericht gescheitert

Das Stadion des 1. FC Union Berlin, Alte Försterei.

Bundesliga

Union-Eilantrag vor Berliner Verwaltungsgericht gescheitert

Der 1. FC Union Berlin ist mit seinem Eilantrag zur Zulassung von maximal 18.000 Zuschauern beim nächsten Bundesligaspiel auf 3G-Basis vor dem Verwaltungsgericht in der Hauptstadt gescheitert.

Die 14. Kammer lehnte den Eilantrag des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag (14.10.2021) ab. Der Antragsteller könne die weitere Ausnutzung der Stadionkapazität nicht beanspruchen, hieß es in einer Erklärung des Verwaltungsgerichts am frühen Abend. Der Eingriff sei "verhältnismäßig".

Union wollte Auslastung von 80 Prozent

Damit werden nur rund 11.000 getestete, geimpfte oder genesene Zuschauer - 50 Prozent der insgesamt möglichen 22.012 Fans - an diesem Samstag in das Stadion im Stadtteil Köpenick gegen den VfL Wolfsburg dabei sein. Der Verein wollte eine Auslastung von 80 Prozent erreichen, nicht geimpfte Menschen aber nicht ausschließen und daher nicht auf 2G-Basis die Partie durchführen.

Verein kann noch Beschwerde einlegen

"Die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Ausnahmegenehmigung" lägen im konkreten Fall deshalb auch nicht vor, "weil es sich bei den regelmäßig jede zweite Woche stattfindenden Punktspielen in der Fußball-Bundesliga nicht um 'Einzelfälle' handele", erklärte das Gericht zudem. Gegen die Entscheidung kann Union beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Beschwerde einlegen.

Union-Präsident baut auf Berliner Senat

Union-Präsident Dirk Zingler teilte mit: "Angesichts der Urteilsbegründung, in der mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dass das Gericht die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung für 'noch zumutbar' und die ihnen zugrundeliegenden Einschätzungen 'noch als nicht offenkundig verfehlt' bewertet, sind wir optimistisch, dass auch der Berliner Senat in Kürze weiterreichende Regelungen treffen wird."

dpa | Stand: 14.10.2021, 19:05

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