Formel 1 in Russland: Verstappen startet von hinten

Muss in Sotschi von ganz hinten starten: Max Verstappen aus den Niederlanden.

Formel 1 in Russland

Formel 1 in Russland: Verstappen startet von hinten

Max Verstappen steht vor einer schwierigen Aufgabe. In Russland muss er wegen eines Motorenwechsels von ganz hinten starten.

Der 23-Jährige hat damit einen großen Nachteil im Titelkampf mit Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes. Verstappen droht beim Großen Preis von Russland an diesem Sonntag (26.09.2021, 14 Uhr) der Verlust der WM-Führung in der Formel 1.

Am Freitag entschied das Red-Bull-Team von Verstappen, die Antriebseinheit zu wechseln. Da nun bereits der vierte Motor eingesetzt wird, aber nur drei erlaubt sind, erfolgt in Sotschi die Rückversetzung in der Aufstellung als Strafe.

Sportlich steuerte Verstappen im freien Training seinen Wagen mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf den sechsten Platz. Nicht zu schlagen war Vorjahressieger Valtteri Bottas, der seinen Mercedes in 1:33,593 Minuten knapp vor Teamkollege Hamilton auf Platz eins brachte.

Heftiger Regen am Samstag erwartet

Gerade einmal fünf WM-Punkte trennen den Führenden Verstappen (226,5) und Verfolger Hamilton (221,5). "Es ändert nicht wirklich etwas für uns. Wir machen unser Ding", sagte Hamilton zur Strafversetzung Verstappens. Aber natürlich wolle der siebenmalige Champion "daraus Kapital schlagen", sagte er: "Wenn wir die Plätze eins und zwei holen könnten, wäre das sensationell."

Der Grand Prix am Schwarzen Meer könnte aus einem weiteren Grund spannend werden. Für Samstag ist heftiger Regen angesagt. Es scheint möglich, dass weder das dritte Training noch die Qualifikation wie geplant durchgeführt werden können. Sollten die Bedingungen wie schon zuletzt im belgischen Spa-Francorchamps nicht beherrschbar sein, könnten die Einheiten ganz ausfallen. Am Sonntag soll es ebenfalls viel regnen, aber nicht ganz so stark wie einen Tag zuvor.

Mercedes Seriensieger in Sotschi

Mercedes gilt in der Olympiastadt von 2014 als klarer Favorit, seit der Premiere stellte der Rennstall in allen WM-Läufen und insgesamt siebenmal nacheinander den Sieger. Hamilton lag bereits viermal vorn, während Verstappen noch ohne Erfolg ist. "Die Strecke hat uns in der Vergangenheit nicht so gelegen", sagte Verstappen. Sein zweiter Platz im Vorjahr habe aber gezeigt, was möglich sein kann.

Beim vergangenen Rennen in Monza waren die beiden Titelrivalen nach einem Unfall ausgeschieden. Verstappen wurde als Schuldiger ausgemacht und bekam eine Startplatzstrafe, die aufgrund der zusätzlichen Strafe jedoch keine Rolle mehr spielt.

"Man kann keine Samthandschuhe erwarten"

Zweimal kollidierten die beiden Topstars in diesem Jahr schon - eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. "Sie fahren um eine Fahrer-WM. Man kann keine Samthandschuhe erwarten, deswegen werden solche Situationen passieren", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Die beiden wissen, was sie tun, sie haben es unter Kontrolle." Christian Horner, Teamchef bei Red Bull, ergänzte: "Wenn man zwei Fahrer mit so einer Mentalität hat, gibt es eben Zwischenfälle."

dpa | Stand: 24.09.2021, 15:34

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